Ich stand neben dem ausgebrannten DEA-Gebäude und sah Dutzende Meter hohe Flammen, wissend, dass ein einziger Mann dahintersteckte, der uns alle jagte. Er hatte seinen Namen geändert, seine Spuren…

Ich stand neben dem ausgebrannten DEA-Gebäude und sah Dutzende Meter hohe Flammen, wissend, dass ein einziger Mann dahintersteckte, der uns alle jagte. Er hatte seinen Namen geändert, seine Spuren...

Die Ermittler standen vor einem Rätsel, als die Leiche von Steven Franken aus einem Auto geborgen wurde, das durch ein Wohnhaus gerast war. Eigentlich sollte er in zwei Tagen vor Gericht gegen den Drogendealer Jeff Matthews aussagen. Jetzt war er tot, erschossen. Für Detective Tom Continus war klar, dass dies keine Unfallflucht war.

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Die Reifenspuren eines gemieteten Wagens, die am Tatort einer Straßensperre gefunden wurden, führten schließlich zu Matthews, dem Mann, der bereits mehrere Morde in Auftrag gegeben haben soll. Die Jagd nach Jeff Matthews, einem Mann, der seine Organisation wie eine Festung abschirmte und selbst seine engsten Freunde nicht wussten, wo er wohnte, wurde zu einem Wettlauf gegen die Zeit. Er schien immer einen Schritt voraus, wechselte ständig seine Wohnorte und Fahrzeuge. Die Ermittler, eine Koalition aus FBI, DEA und lokalen Behörden, standen unter enormem Druck, denn Matthews wurde zunehmend dreister.

Er scheute nicht davor zurück, die DEA-Dienststelle in Fort Myers mit einer Rohrbombe zu attackieren, ein Anschlag, der die Behörden schockierte und die Dringlichkeit der Fahndung unterstrich. Nach fast drei Jahren und unzähligen Sackgassen führte schließlich ein angetapptes Telefonat zu seiner Verhaftung. In dem Gespräch mit seiner Freundin verriet er unwissentlich seinen Aufenthaltsort. Kurz darauf wurde er von einem FBI-Team festgenommen.

Um der Todesstrafe zu entgehen, gestand er nicht nur die Bombenanschläge und seine Rolle als Anführer einer kriminellen Vereinigung, sondern verriet auch den Ort, an dem er eine Leiche vergraben hatte, und warnte die Behörden vor einem mit Sprengfallen versehenen Lieferwagen in Gainesville, den er zurückgelassen hatte. Diese Informationen, die er kurz nach seiner Festnahme preisgab, waren ein letzter Versuch, seine Lage zu verbessern und möglicherweise Rache zu üben. Der mit Sprengstoff beladene Lieferwagen und die vergrabene Leiche eines Handwerkers, den er getötet hatte, waren nur einige der schrecklichen Details, die ans Licht kamen. Im Oktober 1990 wurde Jeff Matthews schließlich zu einer hundertjährigen Haftstrafe verurteilt.

Das Urteil beendete die Herrschaft eines Mannes, der die Gegend um Fort Myers Beach über Jahre terrorisiert und eine Spur der Gewalt hinterlassen hatte.