Welch ein Schock! Das DUNKLE GEHEIMNIS hinter dem Volksmusik-Mord von Magdeburg: Welches tödliche Rätsel wurde nun endlich gelüftet?

Welch ein Schock! Das DUNKLE GEHEIMNIS hinter dem Volksmusik-Mord von Magdeburg: Welches tödliche Rätsel wurde nun endlich gelüftet?

Der grausame Tod des Managers der Kastelruter Spatzen, Karlheinz Groß, erschüttert Deutschland und wirft fast drei Jahrzehnte später noch immer mehr Fragen als Antworten auf. Am Abend des 6. März 1998 wird der 38-jährige Familienvater mit zertrümmertem Schädel und schwersten inneren Verletzungen in einer abgelegenen Industriebrache in Magdeburg aufgefunden.

Der Fundort, die Steinkopfinsel, ein verlassenes Areal im Industriehafen, gibt den Ermittlern sofort Rätsel auf, denn der Manager war dort völlig fehl am Platz.

Die letzte Nacht im Leben von Karlheinz Groß beginnt harmonisch. Das Konzert der Kastelruter Spatzen in der ausverkauften Magdeburger Stadthalle war ein voller Erfolg. Über 2000 Fans feierten die Volksmusikgruppe aus Südtirol.

Nach der Show half der Manager persönlich am Merchandise-Stand und gab Autogramme.

Doch der Ärger mit dem kaputten Kleintransporter überschattete den Abend. Gemeinsam mit einem Kollegen, Thomas, fuhr Groß nach Mitternacht in eine Autowerkstatt im Industriehafen, die auf LKWs spezialisiert war. Der Wagen sollte dort bis zum nächsten Morgen repariert werden, doch die Arbeiten zogen sich hin.

Am Morgen des 6. März verabschiedete sich Groß noch beim gemeinsamen Frühstück im Hotel von der Band und der Crew. Er versprach, später mit dem reparierten Wagen nach Essen nachzukommen, wo das nächste Konzert anstand.

Es war das letzte Mal, dass ihn jemand lebend sah.

Stundenlang wartete Groß ungeduldig in der Werkstatt. Telefonate mit seinem Bruder Albin, dem Keyboarder der Band, zeugen von wachsender Frustration. Gegen 12:50 Uhr beschwerte er sich über die langsame Arbeit und den steigenden Kostenfaktor.

Nach einem notdürftigen Mittagessen bei McDonald’s gegen 13 Uhr kehrte er zurück, doch der Wagen war immer noch nicht fertig.

Um 16:50 Uhr gab Groß schließlich auf. Er rief Thomas an und sagte das Konzert in Essen ab. Er wolle stattdessen einen Zug nach Nürnberg buchen, wo der Tross am nächsten Tag auf dem Rückweg nach Südtirol vorbeikommen sollte.

Ein Mitarbeiter aus Deutschland sollte den Wagen später aus der Werkstatt abholen.

Nur etwa 20 Minuten später, um 17:08 Uhr, gab es noch einen kurzen Anruf von Groß’ Handy bei seiner Familie in Südtirol. Niemand ging ran. Es waren nur vier Sekunden Verbindungsaufbau.

Etwa eine Stunde später, gegen 18:15 Uhr, entdeckte ein LKW-Fahrer auf der Steinkopfinsel einen blutüberströmten Mann.

Der Mann lag auf dem Rücken, war bei Bewusstsein und fuchtelte wild mit den Armen. Seine Brille und seine Armbanduhr lagen zerbrochen neben ihm. Der Fahrer alarmierte Hilfe, doch trotz einer Notoperation im Krankenhaus erlag Karlheinz Groß um 22:15 Uhr seinen schweren Verletzungen.

Die Obduktion offenbarte ein Bild unfassbarer Brutalität. Der Schädel war zertrümmert, das Gehirn schwer beschädigt. Dutzende Knochenbrüche an Rippen, Fingern, Schlüsselbein, Wirbelsäule und Schulterblatt sowie innere Blutungen an Lunge und Leber deuteten auf massive Gewalteinwirkung von hinten rechts hin.

Die Ärzte gingen von einer Kombination aus Schlägen mit einem stumpfen Gegenstand und einer Quetschung durch ein schweres Fahrzeug aus.

Die Polizei stand vor einem Rätsel. Wie war Groß auf die einsame Steinkopfinsel gelangt, die nur über eine Brücke erreichbar war und deren Wege schlammig und unbefestigt waren? Seine Schuhe und Kleidung waren jedoch relativ sauber, was bedeutete, dass der Fundort nicht der Tatort war.

Auch die fehlende Blutlache vor Ort sprach dafür, dass Groß erst nach der Tat dorthin gebracht wurde.

Die Ermittlungen konzentrierten sich zunächst auf die Band. Doch die Musiker und Crew hatten ein wasserdichtes Alibi. Der Vorgänger von Groß, Charlie Matzak, der 1997 aus Kostengründen entlassen worden war, schied ebenfalls schnell aus.

Er hatte keine Ortskenntnisse in Magdeburg.

Alle Augen richteten sich auf die Mitarbeiter der Autowerkstatt. Sie waren die letzten, die Groß lebend gesehen hatten. Zwischen ihnen und dem Manager hatte es wegen der langen Verzögerungen Spannungen gegeben.

Groß hatte sich sogar in die Reparaturversuche eingemischt und darauf bestanden, dass ein defektes Radlager die Ursache sei, während die Mechaniker Getriebe und Kardanwelle austauschten, wie sich später herausstellte, zu unrecht.

Am Ende hatte Größe recht. Das Radlager war tatsächlich defekt. Als er einem Monteur den Schaden zeigen wollte, war er plötzlich verschwunden.

Keiner der Mitarbeiter erinnerte sich an eine Verabschiedung. Um 16:45 Uhr fiel sein Fehlen in der Werkstatt auf. Genau in dieses Zeitfenster passt sein letztes Telefonat mit Thomas, bei dem er angab, zu Fuß in Richtung Stadt zu sein.

Die 14 Mitarbeiter der Werkstatt mussten Speichelproben abgeben. Alibis waren dicht, doch widersprüchliche Aussagen blieben. Einige Mitarbeiter hatten während der Schicht Dosenbier getrunken, was die Ungereimtheiten erklären könnte.

Blutspuren an Kleidung und Fahrzeugen stammten von den Monteuren selbst. Die Theorie eines Unfalls in der Werkstatt mit anschließender Vertuschung verfolgte man weiter, doch belastbare Beweise fanden sich nie.

Die zweite heiße Spur führte zu dem LKW-Fahrer, der Groß gefunden hatte. Sein Verhalten war auffällig. Er stieg nicht sofort aus, sondern fuhr erst zu einer nahegelegenen Halle, rief seinen Chef an und kuppelte erst noch seinen Anhänger ab, bevor er die Rettungskräfte alarmierte.

Die Polizei vermutete, er könne Groß versehentlich angefahren und dann an den Fundort gebracht haben. Sein LKW wurde erst zwei Tage später spurenmäßig untersucht, was die Beweislage erschwerte. Spätere Untersuchungen brachten keine Hinweise.

Die Staatsanwaltschaft lehnte eine Anklageerhebung ab, da die Fragen der Ermittler zu suggestiv gewesen seien.

Die dritte und wohl spektakulärste Spur führte direkt in die Fan-Szene der Kastelruter Spatzen. Ein Mann, nennen wir ihn Bernt, leitete gemeinsam mit seiner Frau den offiziellen Magdeburger Fanclub. Er war ein glühender Verehrer der Band, dessen Wohnung einem Schrein glich.

Am Abend des Konzerts eskalierte ein Streit zwischen Bernt und Manager Karlheinz Groß.

Groß hatte dem Fanclub den offiziellen Status entzogen. Grund waren angebliche Pläne, Mitgliedsbeiträge zu kassieren und ein Vorfall, bei dem ein behinderter Fan beleidigt worden sein soll. Bernt soll dabei Drohungen gegen Groß ausgestoßen haben, was mehrere Zeugen bestätigten.

Doch das wirklich Verblüffende: Am Morgen nach der Tat, dem 7. März 1998, deponierte Bernt eine schwarze Rose an der Dachrinne der Lagerhalle direkt am Fundort. Damit gehörte er zu den Ersten, die vom genauen Ort des Geschehens wussten.

Wie konnte er so schnell davon erfahren, zu einer Zeit, als Details noch nicht in den Medien waren? Er selbst gab an, den Fundort über Hörensagen und Medienberichte erschlossen zu haben.

Bernt war zudem selbst LKW-Fahrer und kannte das Industriegebiet auf der Steinkopfinsel perfekt. Seine Arbeitsstelle befand sich genau dort. Die Polizei nahm seine Fingerabdrücke und durchsuchte sein Auto.

Sein Alibi: Er war an dem Abend mit Frau und Sohn zu Hause und hatte viel Alkohol getrunken. Er galt lange als Hauptverdächtiger, doch auch hier reichten die Beweise nicht für eine Anklage.

Im Jahr 2003 stellte die Staatsanwaltschaft das Verfahren endgültig aus Mangel an Beweisen ein. 2018 wurde der Fall bei Aktenzeichen XY erneut aufgegriffen. 35 Zuschauer meldeten sich mit Tipps, darunter der Hinweis auf eine mögliche Schlägerei mit Werkstattmitarbeitern oder einen Unfall.

Doch alle Spuren verliefen sich.

Bis heute gibt es eine bescheidene Hoffnung. An der Kleidung von Karlheinz Groß wurden DNA-Spuren und Haare von drei verschiedenen Personen gesichert. Sollte der genetische Fingerabdruck eines Täters jemals in die Datenbank der Polizei gelangen, könnte der Fall neu aufgerollt werden.

Die Familie von Groß leidet bis heute unter der Ungewissheit. Sein Bruder Albin, Keyboarder der Kastelruter Spatzen, macht sich schwere Vorwürfe. Er hatte seinen Bruder zu der Band geholt.

Die Kastelruter Spatzen haben bis heute kein Konzert mehr in Magdeburg gespielt. Nur wenn der Mord aufgeklärt ist, werde man zurückkehren, sagte Albin Groß 2019. Dann werde der Erlös gespendet.

Die Belohnung von 50. 000 D-Mark, später umgerechnet 25. 000 Euro, für Hinweise, die zur Aufklärung des Falls führen, gilt noch immer.

Der Fall Karlheinz Groß bleibt eines der rätselhaftesten Kriminalfälle der deutschen Nachkriegszeit. Ein grausamer Tod, der das Bild der heilen Volksmusikwelt für immer zerstörte und bis heute ungesühnt ist.