Nachdem du das gesehen hast, wirst du NIE wieder eine leere Dose wegwerfen…

Vergessen Sie alles, was Sie bisher über Recycling zu wissen glaubten. Denn ein fast vergessenes Handwerk aus der Tradition der Pennsylvania Dutch erobert derzeit das Internet. Dabei wird eine gewöhnliche Konservendose in etwas so Schönes verwandelt, dass viele amerikanische Haushalte ihren wöchentlichen Müll plötzlich mit ganz anderen Augen betrachten dürften.

Im Mittelpunkt steht Elias Yodar, ein Kunsthandwerker, der die beinahe verlorene Tradition des Zinnlochens wiederbelebt hat. Seine Vorführung verbreitet sich im Internet wie ein Lauffeuer. Darin zeigt er, wie sich leere Suppen-, Bohnen- und Kaffeedosen aus der Küche in beeindruckende Lochlaternen verwandeln lassen. Durch Dutzende kleiner Öffnungen werfen sie kunstvolle Muster aus Kerzenlicht in ihre Umgebung.

Was zunächst wie ein cleverer Upcycling-Trick aussieht, ist in Wahrheit viel mehr: ein echtes traditionelles Handwerk, das amerikanischen Familien über Generationen hinweg diente, bevor industriell hergestellte Waren es nahezu vollständig verdrängten.

„Das ist kein Trick. Es ist ein kulturelles Erbe“, erklärt Yodar. Und dieser Unterschied ist ihm wichtig.

Das Lochen von Metall sei eine authentische Tradition der Pennsylvania Dutch. Mit dieser Technik entstanden früher unter anderem die berühmten „Pie Safes“ – hölzerne Vorratsschränke mit Türen aus durchbrochenen Metallplatten. Durch die kleinen Löcher konnte Luft an Kuchen und andere Backwaren gelangen, während Fliegen draußen blieben.

Yodar erinnert sich noch genau an die Küche seiner Großmutter. Dort stand ein solcher Vorratsschrank als Familienerbstück. Seine Metallplatten waren von Hand mit Sternen, Tulpen und langen Punktreihen verziert. Wenn Licht durch die Öffnungen fiel, entstand ein wunderschönes Muster.

„Sie erzählte mir, dass jemand aus unserer Familie diese Platten lange zuvor von Hand gelocht hatte – Loch für Loch, an einem Winterabend neben dem Ofen“, berichtet er.

Diese Erinnerung wurde zum Ausgangspunkt seiner lebenslangen Leidenschaft für das alte Handwerk.

Früher waren solche Metallarbeiten in Tausenden einfachen amerikanischen Häusern zu finden. Sie waren keine luxuriösen Dekorationen aus einem Geschäft. Gewöhnliche Menschen verwandelten vielmehr das alltägliche Metall ihres Haushalts mit nichts weiter als einem Nagel, einem Hammer und viel Geduld in etwas Schönes.

Der beinahe vergessene Trick

Die wichtigste Lektion des Videos ist erstaunlich einfach. Sie beruht auf einem genialen Trick, den frühere Generationen kannten, den die moderne Gesellschaft jedoch fast vollständig vergessen hat.

Yodar warnt davor, eine leere Dose unmittelbar zu bearbeiten. Wer versucht, mit einem Nagel Löcher in das dünne Metall zu schlagen, wird feststellen, dass die Dose sofort eingedrückt wird und nach innen zusammenfällt. Hinter ihrer Wand befindet sich schließlich nichts, das den Hammerschlag auffangen könnte.

Die Lösung ist ein wunderbares Beispiel für den praktischen Einfallsreichtum früherer Generationen: Man füllt die Dose mit Wasser und stellt sie über Nacht in den Gefrierschrank.

Das vollständig gefrorene Wasser bildet im Inneren eine harte, stabile Unterlage, die das gesamte Gefäß ausfüllt. Setzt man nun außen einen Nagel an und schlägt darauf, dringt er sauber durch das Metall und trifft anschließend auf das feste Eis.

Wasser wird zu Eis – und das Eis wird zu einem Werkzeug. Es kostet keinen Cent.

Diese schlichte Genialität bringt viele moderne Zuschauer dazu, sich zu fragen, welches weitere vergessene Wissen möglicherweise noch auf den Dachböden ihrer Vorfahren verborgen liegt.

Diese Materialien werden benötigt

Die Liste ist erstaunlich kurz:

  • Eine leere, stabile Konservendose
  • Ein Nagel
  • Ein Hammer
  • Wasser
  • Ein Gefrierschrank
  • Etwas Draht oder Schnur für den Griff

Es sind weder besondere Werkzeuge noch gekaufte Bastelsets erforderlich. Fast jeder Haushalt besitzt bereits alles, was für dieses Projekt benötigt wird.

Genau das ist einer der Gründe, weshalb so viele Zuschauer Yodars Kanal abonnieren. Er versucht nicht, ihnen teure Produkte zu verkaufen. Abgesehen von einem Buch über alte Handwerkstechniken gibt er sein Wissen kostenlos weiter.

Damit stellt er zugleich eine Konsumwirtschaft infrage, die davon lebt, Menschen glauben zu lassen, Schönheit müsse grundsätzlich gekauft werden.

„Niemand verdient einen Dollar daran, Ihnen zu zeigen, dass Sie aus Ihrem Abfall etwas Besseres machen können als das, was man Ihnen verkaufen möchte“, bemerkt Yodar trocken.

Damit spricht er einen wesentlichen Grund dafür an, weshalb dieses Handwerk irgendwann nicht mehr weitergegeben wurde. Mit seiner Vermittlung ließ sich kaum Geld verdienen. Also verschwand das Wissen langsam – wie ein alter Weg, den niemand mehr benutzt und der allmählich zuwächst.

Schritt 1: Die richtige Dose auswählen

Der gesamte Arbeitsprozess wirkt beinahe meditativ und ist äußerst befriedigend anzusehen.

Zunächst benötigen Sie eine geeignete Dose. Am besten verwenden Sie eine stabile Lebensmittel- oder Kaffeedose aus Stahlblech beziehungsweise verzinntem Metall. Für Anfänger empfiehlt Yodar eine schwere Kaffeedose, weil sie ihre Form besonders gut behält.

Sehr dünne, instabile Dosen sollten vermieden werden. Sie können selbst mit gefrorenem Wasser im Inneren leichter eingedrückt oder beschädigt werden.

Reinigen Sie die ausgewählte Dose gründlich. Weichen Sie das Papieretikett ein und entfernen Sie sowohl das Etikett als auch sämtliche Klebereste.

Füllen Sie die Dose anschließend beinahe bis zum Rand mit Wasser. Lassen Sie jedoch etwas Platz, da sich Wasser beim Gefrieren ausdehnt.

Stellen Sie die Dose in den Gefrierschrank und warten Sie, bis das Wasser bis in die Mitte vollständig gefroren und steinhart ist. Normalerweise dauert das über Nacht.

Schritt 2: Ein Muster entwerfen

Während die Dose gefriert, können Sie über das gewünschte Muster nachdenken.

An dieser Stelle erklärt Yodar, wie sich Licht tatsächlich durch die ausgestanzten Öffnungen bewegt.

Jedes einzelne Loch wird zu einem kleinen Lichtpunkt, aus dem ein schmaler Strahl nach außen fällt. Eine solche Laterne besteht daher nicht nur aus einem Muster im Metall. Sie erzeugt zugleich ein Muster aus Lichtstrahlen, das auf Wände, Böden und andere Flächen geworfen wird.

Je mehr Löcher Sie stanzen, desto mehr Licht kann austreten und desto heller erscheint das Muster. Weniger und weiter voneinander entfernte Öffnungen erzeugen dagegen einen sanfteren, ruhigeren Schein.

Eine kompakte Form wie ein Herz oder ein Stern, die aus zahlreichen dicht angeordneten Löchern besteht, kann als leuchtendes Motiv auf einer Wand erscheinen. Diesen besonderen Effekt verstanden die alten Blechschmiede sehr genau, wenn sie ihre Muster entwarfen.

Für Anfänger empfiehlt Yodar ein schlichtes Motiv: eine Reihe gleichmäßig verteilter Löcher am unteren Rand, eine weitere Reihe im oberen Bereich und dazwischen wiederkehrende Herzen, Rauten oder Sterne.

Solange das Muster gleichmäßig, einfach und ausgewogen ist, wird es ansprechend aussehen und ein schönes Licht erzeugen.

Schritt 3: Das Muster in die Dose schlagen

Beim eigentlichen Lochen bevorzugt Yodar die traditionelle Methode.

Manche Menschen würden wahrscheinlich sofort zu einer elektrischen Bohrmaschine greifen. Er besteht jedoch darauf, dass Nagel und Hammer nicht nur die ursprüngliche, sondern auch die kontrollierbarere Methode darstellen.

Legen Sie die gefrorene Dose seitlich auf ein gefaltetes Handtuch. Das Handtuch verhindert, dass sie wegrollt, und fängt zugleich das Wasser auf, das beim langsamen Schmelzen des Eises entsteht.

Setzen Sie die Spitze des Nagels auf das Metall. Schlagen Sie ein- oder zweimal kurz und kontrolliert auf den Nagelkopf. Der Nagel dringt sauber durch das dünne Metall und stoppt am festen Eis.

Ziehen Sie ihn wieder heraus, bewegen Sie ihn zur nächsten Stelle und wiederholen Sie den Vorgang.

So entsteht Loch für Loch das zuvor geplante Muster. Das Eis hält die Dose während der gesamten Arbeit stabil. Der rhythmische Vorgang fühlt sich beinahe wie eine Übung in Geduld und Sorgfalt an.

Praktische Hinweise für Anfänger

Achten Sie darauf, die Löcher möglichst gleichmäßig zu verteilen. Sie sollten nicht zu dicht nebeneinander liegen. Werden mehrere Öffnungen unmittelbar aneinander geschlagen, kann das Metall einreißen, anstatt saubere einzelne Löcher zu bilden.

Arbeiten Sie gleichmäßig, aber ohne unnötige Eile. Durch die Wärme Ihrer Hände beginnt das Eis allmählich zu schmelzen. Sobald es zu weich wird, stellen Sie die Dose einfach wieder in den Gefrierschrank, bis das Wasser erneut vollständig fest ist.

Schlagen Sie außerdem nicht zu kräftig zu. Ein oder zwei kurze, präzise Schläge reichen vollkommen aus, um einen Nagel durch das dünne Metall zu treiben.

Mit verschiedenen Nagelgrößen lassen sich unterschiedliche Lichteffekte erzeugen. Dünne Nägel sorgen für kleine, feine Öffnungen. Größere Nägel oder Metallstifte erzeugen breitere Löcher, durch die entsprechend mehr Licht fällt.

Die Löcher für den Griff nicht vergessen

Bevor Sie die Arbeit abschließen, müssen noch zwei besonders wichtige Öffnungen angebracht werden.

Schlagen Sie knapp unterhalb des oberen Randes zwei Löcher in die Dose. Sie müssen sich genau gegenüberliegen. Später wird durch diese Öffnungen der Draht oder die Schnur für den Griff geführt.

Vergessen Sie diesen Schritt nicht, solange das Eis noch in der Dose steckt und das Metall von innen stabilisiert.

Wenn das gesamte Muster fertig ist, lassen Sie warmes Wasser über die Dose laufen. Dadurch löst sich das Eis und kann als Block herausgleiten.

Nun ist die Verwandlung beinahe abgeschlossen: Ein Gegenstand, der ursprünglich im Müll oder im Recyclingbehälter landen sollte, ist zu einem handgefertigten Schmuckstück geworden.

Vorsicht vor scharfen Metallkanten

Yodar weist ausdrücklich auf ein wichtiges Sicherheitsrisiko hin.

Beim Durchschlagen des Metalls entstehen auf der Innenseite kleine scharfe Grate. Sie können die Finger verletzen, wenn jemand später in die Dose greift, um eine Kerze hineinzustellen.

Glätten Sie diese Stellen deshalb sorgfältig mit einer kleinen Feile. Alternativ können Sie den runden Schaft eines dickeren Nagels verwenden, um die scharfen Kanten nach innen zu drücken oder abzustumpfen.

Dieser Schritt ist besonders wichtig, wenn Kinder die fertige Laterne anfassen oder benutzen sollen.

Die Dose naturbelassen oder bemalen

Anschließend müssen Sie eine kreative Entscheidung treffen.

Sie können das Metall unbehandelt lassen. Dadurch erhält die Laterne ein ehrliches, rustikales Aussehen. Im Freien entwickelt die Dose mit der Zeit eine angenehm matte, graue Oberfläche.

Alternativ können Sie sie in einer schlichten Farbe lackieren, um ihre Wirkung und den Kontrast zum austretenden Licht zu verstärken.

Yodar rät jedoch zu Zurückhaltung. Die eigentliche Schönheit liege im Licht, das durch die ausgestanzten Öffnungen scheint, und nicht in einer aufwendigen äußeren Verzierung.

Führen Sie abschließend Draht oder eine stabile Schnur durch die beiden Löcher am oberen Rand. Biegen Sie den Draht zurück und verdrehen Sie seine Enden fest.

Damit ist die Laterne fertig.

Wichtige Hinweise zum sicheren Gebrauch

Wenn Sie eine echte Kerze in einer Metalldose verwenden, müssen Sie einige Sicherheitsregeln unbedingt beachten.

Stellen oder hängen Sie die Laterne so auf, dass sie weder umgestoßen noch vom Wind heruntergerissen werden kann. Halten Sie sie von Vorhängen, trockenem Gebüsch, Papier, Holzkonstruktionen und Dachvorsprüngen fern.

Lassen Sie eine brennende Kerze niemals unbeaufsichtigt.

Bedenken Sie außerdem, dass sich die Metalldose durch die Flamme stark erhitzt. Während und unmittelbar nach dem Gebrauch darf sie nicht mit bloßen Händen berührt werden.

Für einen möglichst sicheren und sorgenfreien Betrieb empfiehlt Yodar deshalb nachdrücklich ein batteriebetriebenes LED-Teelicht. Diese kleinen elektrischen Kerzen flackern ähnlich wie eine echte Flamme, kommen jedoch vollständig ohne Feuer aus.

Auf diese Weise erhalten Sie den gesamten Zauber des durchbrochenen Lichts, ohne die Gefahren einer offenen Flamme. Die Laterne kann beinahe überall aufgehängt werden, ist in der Nähe von Kindern wesentlich sicherer und darf den gesamten Abend leuchten.

Der vollständige Vorgang im Überblick

Das Verfahren lässt sich in wenigen Schritten zusammenfassen:

Füllen Sie eine saubere Dose mit Wasser und frieren Sie sie vollständig ein, damit sie ihre Form behält. Schlagen Sie anschließend Ihr Muster mit Hammer und Nagel in das Metall, während das Eis von innen für Stabilität sorgt.

Denken Sie an die beiden Löcher für den Griff. Lassen Sie danach das Eis schmelzen, glätten Sie sämtliche scharfen Metallgrate und entscheiden Sie, ob die Dose unbehandelt bleiben oder schlicht bemalt werden soll.

Befestigen Sie einen Griff aus Draht oder Schnur und stellen Sie abschließend ein geeignetes Licht hinein.

Die Laterne ist erst der Anfang

Yodar verspricht, dass sich mit dieser Technik noch viel mehr gestalten lässt.

Große Kaffeedosen, die rundherum mit Mustern versehen werden, können als dekorative Leuchten entlang eines Gartenwegs aufgestellt werden.

Aus Dosen lassen sich außerdem hängende Pflanzgefäße herstellen. Die ausgestanzten Öffnungen dienen dann nicht nur der Verzierung, sondern ermöglichen zugleich den Abfluss von überschüssigem Wasser.

Manche Kunsthandwerker schneiden, lochen und formen das Metall zu Ornamenten, Sternen oder Herzen. Diese können vor Fenstern aufgehängt werden, wo sie das einfallende Licht auf besonders schöne Weise reflektieren.

Die anspruchsvollste Anwendung ist jedoch jene, die Yodar aus der Küche seiner Großmutter kennt: flache, kunstvoll gelochte Metallplatten, die in die Türen von Vorrats- oder Küchenschränken eingesetzt werden.

Dabei handelt es sich um echtes Möbelhandwerk, das ausgesprochen dekorativ sein kann. Die Dosenlaterne bildet dafür den einfachsten Einstieg. An ihr lernen Anfänger, wie sich das Material unter Hammer und Nagel verhält.

Eine stille Kritik an der Wegwerfgesellschaft

Auch die wirtschaftliche Botschaft in Yodars Video berührt viele Zuschauer.

In Geschäften stehen ganze Regale voller dekorativer Laternen und Gartenleuchten. Sie werden in weit entfernten Fabriken produziert und für wenige bis hin zu vielen Dollar pro Stück verkauft.

Eine persönlichere und vielleicht sogar schönere Laterne lässt sich jedoch aus einer leeren Dose herstellen – mit einem Nagel, einem Hammer und einer ruhigen Stunde am Abend.

Die moderne Gesellschaft hat gelernt, eine leere Dose als Abfall zu betrachten. Wir werfen sie weg, kaufen weitere Konserven und entsorgen anschließend auch deren Verpackungen.

Dabei handelt es sich um brauchbares Metall, wie Yodar betont. Unsere sparsameren Großeltern hätten ein solches Material wahrscheinlich niemals gedankenlos verschwendet.

Er fordert seine Zuschauer auf, darüber nachzudenken, wer davon profitiert, wenn Menschen nicht mehr wissen, was sie selbst aus vermeintlichem Abfall herstellen können.

Yodar spricht dabei ausdrücklich nicht von einer großen Verschwörung. Es geht ihm um eine stille wirtschaftliche Realität.

Traditionelles Wissen wie das Lochen von Metall verschwand nicht, weil es absichtlich verborgen wurde. Es wurde nicht mehr weitergegeben, weil sich mit dem Erzählen und Vermitteln dieser Fähigkeiten kaum Geld verdienen ließ.

Sein Buch, das über seine Website erhältlich ist, sammelt solche alten Techniken für Menschen, die sie erlernen möchten. Die grundlegenden Kenntnisse aus dem Video stellt er jedoch kostenlos zur Verfügung.

Damit lädt er alle Interessierten dazu ein, an einem kulturellen Erbe teilzunehmen, das beinahe verloren gegangen wäre.

Yodars einfache Herausforderung

Seine Aufforderung ist ebenso schlicht wie bedeutungsvoll:

Werfen Sie die nächste leere Dose aus Ihrer Küche nicht weg.

Waschen Sie sie gründlich aus, füllen Sie sie mit Wasser und frieren Sie sie über Nacht ein. Schlagen Sie anschließend Ihr eigenes Laternenmuster hinein – selbst wenn es zunächst nur aus einigen einfachen Lochreihen besteht.

Stellen Sie ein Licht hinein und beobachten Sie, wie die Dose zu leuchten beginnt.

Danach können Sie Ihr Motiv in den Kommentaren mit der Gemeinschaft teilen und erzählen, ob Sie die fertige Laterne selbst behalten oder verschenken möchten. Unter den Zuschauern seines Kanals gebe es schließlich eine beeindruckende Menge an Kreativität und cleveren Ideen.

Warum diese alte Technik heute so viele Menschen berührt

Die kulturelle Bedeutung ist kaum zu übersehen.

In einer Zeit, die von enormen Abfallmengen, Plastikverpackungen und zahllosen Wegwerfprodukten geprägt ist, wirkt die Vorstellung beinahe rebellisch, dass gewöhnliche Hände aus den einfachsten Materialien etwas Schönes erschaffen können.

„Die Menschen, die dieses Land mit ihren eigenen Händen aufgebaut haben, wussten das“, sagt Yodar mit ruhiger Überzeugung.

Diese Worte finden bei einer Generation starken Widerhall, die sich nach Echtheit, greifbaren Fähigkeiten und größerer Unabhängigkeit sehnt.

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Ein Ausblick auf das nächste Projekt

Yodar gibt außerdem einen Vorgeschmack auf seine nächste Folge.

Darin möchte er zeigen, wie sich die Kosten für Hühnerfutter senken lassen. Preiswertes trockenes Getreide wird innerhalb einer Woche zu einer dichten Matte aus frischem, lebendigem Grünfutter gekeimt – mitten im Winter und direkt auf einem Regal.

Auf diese Weise kann für wenige Cent frisches Futter für Hühner und andere Nutztiere produziert werden, ohne dass dafür eine Weide benötigt wird.

Auch dieses Projekt folgt seiner Mission, die sparsame und selbstständige Lebensweise früherer Generationen wiederzuentdecken.

Das Laternenvideo ist Teil eines größeren Widerstands gegen geplante Kurzlebigkeit und die Wegwerfkultur, die das moderne Leben bestimmt. Viele Zuschauer reagieren darauf mit Begeisterung und Dankbarkeit.

Ein Handwerk für beinahe jeden Menschen

Diese Technik ist unabhängig von künstlerischem Talent oder verfügbarem Budget nahezu jedem zugänglich.

Ein Kind kann sie unter sorgfältiger Aufsicht ausprobieren. Auch ältere Menschen können die Arbeit im Sitzen ausführen.

Sie erfordert etwas Kraft, Geduld und Aufmerksamkeit, aber weder eine besondere Begabung noch kostspielige Ausrüstung.

Es ist gelebtes kulturelles Erbe in seiner zugänglichsten Form. Yodar präsentiert sich dabei nicht als Influencer, der ständig neue Produkte verkaufen möchte, sondern als Vermittler überlieferten Wissens, das allen Menschen gehören sollte.

Die Grenze zwischen Abfall und Schönheit, so zeigt er, ist häufig nur eine Frage des Wissens und der aufgewendeten Mühe.

Ein Mensch sieht eine leere Kaffeedose, die auf einer Mülldeponie enden wird. Ein anderer erkennt darin eine Laterne, die hundert goldene Lichtpunkte über eine sommerliche Veranda wirft.

Der Unterschied liegt im Handwerk.

Und dieses Handwerk wird nun kostenlos an eine neue Generation weitergegeben. Der Nagel, der Hammer und ein Block aus gefrorenem Wasser sind das einzige Lehrgeld.

Aus einer Dose wird ein leuchtendes Erbstück

Zum Abschluss seines Videos kehrt Yodar mit poetischer Schlichtheit zu seiner zentralen Botschaft zurück:

Frieren Sie die mit Wasser gefüllte Dose vollständig ein, damit sie ihre Form behält. Schlagen Sie Ihr Muster mit Hammer und Nagel hinein und vergessen Sie für einen Moment die elektrische Bohrmaschine.

Denken Sie an die beiden Öffnungen für den Griff. Lassen Sie das Eis anschließend schmelzen und glätten Sie die scharfen Grate.

Lassen Sie die Dose naturbelassen oder geben Sie ihr eine schlichte Farbe. Befestigen Sie einen Draht und bringen Sie sie zum Leuchten – entweder mit einer echten Kerze, die niemals unbeaufsichtigt bleiben darf, oder mit einem kleinen batteriebetriebenen Licht.

Auf diese Weise verwandeln Sie vermeintlichen Abfall in einen Gegenstand von echter Schönheit. Gleichzeitig entsteht eine Verbindung zu den Händen jener Menschen, die dieses Land aufgebaut haben – Loch für Loch, Abend für Abend und wiederverwendete Dose für wiederverwendete Dose.

Die Herausforderung für jeden Zuschauer wartet bereits in der eigenen Küche oder im Recyclingbehälter.

Das Wasser gefriert. Die Nägel liegen bereit.

Und vielleicht werden schon bald auf amerikanischen Veranden immer mehr dieser Laternen leuchten – ein wunderschöner Lichtpunkt nach dem anderen.