Ein absoluter Schock! Was geschah wirklich mit Mike Mansholt auf Malta – und WO SIND SEINE ORGANE?!

Ein absoluter Schock! Was geschah wirklich mit Mike Mansholt auf Malta – und WO SIND SEINE ORGANE?!

Der junge Mann wog nur noch 16 Kilogramm, als die Gerichtsmediziner in Deutschland seinen Leichnam auf dem Seziertisch liegen hatten. Vor ihnen lag der Körper eines 17-Jährigen, der einst muskulös und sportlich gewesen war – doch fast alle seine Organe fehlten. Sogar sein Herz und sein Gehirn waren verschwunden.

Es war ein Juli-Tag im Jahr 2016, als die Einsatzkräfte über die Mittelmeerinsel Malta fuhren. Die Sonne stand hoch am Himmel, der Strand war übersät mit Touristen, die in den brechenden Wellen Abkühlung suchten. Doch für die Polizisten war es alles andere als eine Urlaubsfahrt: Sie hatten soeben eine Leiche geborgen.

Die Umstände des tragischen Todes des deutschen Teenagers schienen für sie eindeutig zu sein – umso mehr staunten die Gerichtsmediziner in Deutschland nur wenige Tage später.

Die Ermittler in Deutschland konnten es nicht fassen, als sie den fast unversehrten Körper vor sich hatten. Da war ein junger Mann, der keine äußeren Verletzungen aufwies, keine Knochenbrüche, keinerlei Anzeichen eines Sturzes oder eines Gewaltverbrechens. Und doch war da dieses eine entsetzliche Detail, das jeden erfahrenen Forensiker innehalten ließ: Die Organe des Jungen waren weg.

Komplett entfernt, verschwunden, ohne jede Spur.

Der Fall, der sich an den Klippen von Malta ereignete, wirft bis heute mehr Fragen auf, als er Antworten gibt. Es ist die Geschichte von Mike Mansholt, einem jungen Deutschen aus Oldenburg, der an einem heißen Sommertag sein Leben verlor – unter Umständen, die bis heute nicht geklärt sind. Seine Familie kämpft seit Jahren um die Wahrheit, und die Zweifel an der offiziellen Version der Behörden sind groß.

Mike Mansholt wurde am 20. August 1998 in Oldenburg geboren. Er wuchs gemeinsam mit seiner Schwester Marie bei seinen Eltern auf.

Besonders zu seinem Vater Bernd hatte er ein enges Verhältnis. Der Goldschmied entdeckte in seiner Jugend das Segeln für sich, und als Mike gerade einmal fünf Jahre alt war, hatte er mit ihm bereits einmal die Welt umsegelt. Zusammen reisten sie sehr viel, und Bernd gab sich große Mühe, seinem Sohn möglichst viel von der Welt zu zeigen.

Vermutlich ist genau das einer der Gründe, warum Mike später immer auf der Suche nach einem neuen Abenteuer war. Er probierte zahlreiche Sportarten aus, liebte es zu skaten, zu touren oder tauchen zu gehen. Doch das Klettern und Mountainbiken waren vermutlich seine größten Hobbys.

Mike machte den besten Schulabschluss seines Jahrgangs und begann im Anschluss eine Ausbildung bei Airbus in Bremen. Diese schien ihm viel Freude zu bereiten, und auch in seinem Privatleben lief es gut: Er hatte eine Freundin, einige gute Freunde und weiterhin ein harmonisches Verhältnis zu seiner Familie.

Im Juli 2016 wollte Mike zum ersten Mal ohne seine Eltern in den Urlaub fahren. Seine Freundin machte zu diesem Zeitpunkt gerade einen Sprachkurs auf Malta. Das sah Mike als Chance: ein Besuch bei ihr, verbunden mit ein paar Erkundungen und Abenteuern auf der Insel.

Deswegen flog er nach Malta, und die beiden verbrachten einige schöne gemeinsame Tage. Am 17. Juli reiste seine Freundin zurück nach Deutschland.

Mike selbst wollte noch fünf Tage bleiben und die Insel erkunden.

Malta eignet sich gut, um Sportarten wie Walken oder Klettern nachzugehen. Auf einen Ort freute er sich bei seiner Erkundungstour ganz besonders: die Dingli-Klippen. Malta ist ein beliebtes Reiseziel bei Touristen.

Man muss nicht allzu weit fliegen, um Wärme, weißen Sandstrand und eine sagenhafte Natur zu vereinen. Doch Urlaubern wie Mike ist das nicht genug – sie reizt das Abenteuer, die Seiten der Insel, die einem auf den ersten Blick verborgen bleiben. Dazu zählen auch die Dingli-Klippen.

Die beeindruckenden Steilwände an der Küste Maltas beherbergen unter anderem den höchsten Punkt der Insel, der sich mit 253 Metern von der Küste abhebt. Dort hat man eine phänomenale Sicht über das Meer. Das wollte Mike unbedingt sehen.

Am 18. Juli mietete er sich ein Mountainbike und schickte seiner Freundin, kurz bevor er losfuhr, noch eine letzte Sprachnachricht. Er klingt dabei gut gelaunt, als er folgendes sagt: „Okay, ich leihe mir jetzt ein Fahrrad aus und fahre heute durch Malta.

Allerdings sind die Straßen so steil – ich schicke gleich mal ein Foto. Man kann die nur hochlaufen, zum Teil mit dem Fahrrad gar nicht hochkommen. Aber egal, das ist eine sportliche Herausforderung, und das mag ich.

Diese Sprachnachricht sollte das letzte Lebenszeichen von Mike Mansholt sein. Als der 17-Jährige sich bis zum späten Abend nicht mehr bei seiner Freundin und Familie meldete, begannen diese, sich Sorgen zu machen. Aber natürlich war es für sie erst einmal wahrscheinlicher, dass Mike nach einer anstrengenden Tour direkt ins Bett gefallen war.

Deswegen warteten sie einen Tag ab. Als sie aber auch dann keine Nachricht von Mike erhielten, vermuteten sie zunächst, dass er vielleicht sein Handy verloren hatte oder es ihm gestohlen wurde. Mike war außerdem fast volljährig und hatte einige Unternehmungen geplant.

Möglicherweise hatte er bei seinen abgelegenen Touren auch keinen Empfang und dachte nicht daran, dass sich seine Familie Sorgen machen könnte.

Doch mit jeder Stunde, die verstrich, wurden die Sorgen und Ängste von Mikes Angehörigen größer. Sie hofften, dass er am 22. Juli wie geplant den Rückflug antreten und bald wieder bei ihnen sein würde.

Aber dem war nicht so: Sein Sitzplatz im Flugzeug blieb leer. Er hatte sich nie auf den Rückweg gemacht. Seine Familie wartete vergebens auf ihn am Bremer Flughafen.

Spätestens jetzt wussten sie, dass irgendetwas nicht stimmte. Deswegen alarmierten sie die Polizei.

Die Polizei hat sofort ihre Arbeit auf Malta aufgenommen. Durch Meldungen in den Medien begannen auch viele Freiwillige, nach dem vermissten Deutschen zu suchen. Auch Mikes Vater machte sich unmittelbar auf den Weg, um selbst nach seinem Sohn zu suchen.

Eine der ersten Anlaufstellen waren die Dingli-Klippen. Dort wollte er am Tag seines Verschwindens sein – das hatte er seiner Freundin gesagt. Doch die zerklüfteten Felswände bedeckten nicht nur ein riesiges Gebiet, sie waren vor allem eines: unübersichtlich.

An den Rändern der kleinen Wege standen dichte Sträucher, und an den meisten Steilwänden befanden sich zahlreiche Felsvorsprünge und Nischen, in die man nicht so leicht einen Blick werfen konnte.

Trotz der vielen Einsatzkräfte vergingen einige Tage, in denen man keine Spur von Mike fand. Doch am 26. Juli, gegen 10 Uhr morgens, konnte seine Leiche gefunden werden.

Er lag in einer Felsnische rund 30 Meter unter dem Gipfel der Klippe. In der Nähe des Fundortes befanden sich ein paar kleinere Felder sowie die Magdalenen-Kapelle. Es dauerte so lange, bis man ihn gefunden hatte, weil sich der Körper unter einem Felsvorsprung befand – man konnte ihn daher von oben nicht sehen.

Bald darauf konnte man Mikes Fahrrad, ein paar Meter weiter oben in einem Busch hängend, finden. Noch etwas weiter entfernt fand man auch seine Sonnenbrille und seine Schuhe.

Für die Ermittler war der Fall schnell klar: Der 17-Jährige musste vom Weg abgekommen und mit dem Fahrrad die Klippen hinuntergestürzt sein. Dafür sprach angeblich, dass sein Rücken zweimal gebrochen war – das sagten die Ermittler zumindest Mikes Vater. Doch ist die Lösung wirklich so einfach, wie es auf den ersten Blick scheint?

Es gibt zumindest einige berechtigte Zweifel daran, dass es sich so zugetragen hat.

Beginnen wir mit dem Offensichtlichsten: Mikes Leiche wurde unter einem Felsvorsprung gefunden, der von oben nicht einsehbar war. Wie hätte er bei einem Sturz so fallen sollen, dass er unter dem Felsvorsprung gelandet wäre? Man könnte argumentieren, dass er vielleicht schwer verletzt unter den Vorsprung kroch und dort seinen Verletzungen erlag.

Doch zum einen ist es recht unwahrscheinlich, nach einem Sturz aus 30 Metern noch bei Bewusstsein zu sein. Zum anderen sprechen dagegen die Obduktionsergebnisse, auf die wir noch zu sprechen kommen werden.

Vorher muss erwähnt werden, dass sein Fahrrad ebenfalls kaum beschädigt war. Abgesehen von einem platten Hinterreifen hieß es, es habe nur einige wenige Kratzer aufgewiesen. Auch wenn ein Busch den Sturz des Mountainbikes gedämpft hatte, ist es schwer vorstellbar, dass es nur ein paar Kratzer hätte, wenn es 30 Meter tief gefallen wäre.

Diese Ungereimtheit war nur der Anfang einer langen Kette von Widersprüchen, die den Fall Mansholt bis heute begleiten.

Mikes Körper wurde nach der Obduktion in Malta noch einmal in Deutschland untersucht. Den Gerichtsmedizinern fiel direkt auf, dass Mikes Leichnam viel leichter war, als sie es erwartet hatten. Mike war ein muskulöser, großer junger Mann, und sein Leichnam wog nur noch 16 Kilogramm.

Wie konnte das sein? Eine Antwort auf diese Frage bekamen die Mediziner, als sie die Leiche öffneten: Fast alle seiner Organe fehlten. Darunter sein Herz, seine Lunge, die Leber, die Bauchspeicheldrüse, eine seiner Nieren, die Nebennieren, die Harnblase, die Prostata, der Magen, der Dünndarm – und sogar sein Gehirn.

Die Gerichtsmediziner auf Malta begründeten das damit, dass die Organe von Tieren gefressen worden seien. Das Gehirn habe sich aufgrund der Hitze und der Verwesung verflüssigt. Die deutschen Mediziner halten das für fast unmöglich.

An Mikes Körper befanden sich keinerlei Bissspuren, und das Gehirn hätte sich zwar in Teilen, aber nicht vollständig verflüssigen können. Leider gelang es den deutschen Forensikern aufgrund der fehlenden Organe nicht mehr, eine Todesursache festzustellen. Was ihnen aber auffiel, war folgendes: Keiner seiner Knochen war gebrochen.

Auch sein Rücken war – entgegen den Angaben der maltesischen Kollegen – nicht gebrochen.

Was mit Mike genau passiert ist, konnten die deutschen Mediziner nur mutmaßen. Einen Sturz kann man aufgrund der fehlenden äußeren Verletzungen zwar fast ausschließen, aber es gab auch sonst keinerlei Hinweise auf ein Tötungsdelikt oder auf die Beteiligung einer weiteren Person. Mikes Familie sowie die deutschen Behörden zweifeln jedoch daran, dass ein einfacher Unfall zum Tod des 17-Jährigen geführt hat.

Zu viele Dinge passen nicht zusammen, zu viele Fragen bleiben offen.

Mike hatte einen Rucksack dabei, in dem sich 600 Euro in bar befanden. Auch sein Handy sowie seine GoPro-Kamera sind bis heute nicht gefunden worden. Durch Überwachungsaufnahmen seines Hotels konnte man mit Sicherheit sagen, dass er diese Sachen mit auf den Ausflug genommen hatte.

Leider wurde in Richtung von Mikes fehlendem Handy nie weiter ermittelt. Man hätte durch die IMEI-Nummer herausfinden können, wann das Mobiltelefon zuletzt verwendet wurde – und dadurch wiederum, ob Mike eventuell sogar noch Hilfe alarmieren wollte.

Die Oldenburger Staatsanwaltschaft leitete bald darauf die Ermittlungen wegen Totschlags ein. Die Behörden auf Malta zeigten sich nur wenig kooperativ. Für sie war der Fall lange abgeschlossen.

Dennoch gaben sie widerwillig die Ermittlungsakten an die deutschen Kollegen heraus. Diesen fiel sofort auf, dass wichtige Informationen fehlten. In den Akten befanden sich weder Fotos von der Leiche noch vom Tatort.

Der abschließende Bericht umfasste gerade einmal eine Seite und schloss damit ab, dass auch die Ärzte vor Ort keine Todesursache feststellen konnten. Die Organe seien, wie bereits erwähnt, von Tieren gefressen worden. Aufgrund fehlender Hinweise kamen die Ermittlungen schnell zu einem Stillstand.

Mikes Vater hat eine Belohnung von 10. 000 Euro ausgesetzt – für Hinweise, die zur Klärung von Mikes Tod beitragen oder helfen, Mikes fehlende Sachen zu finden. Natürlich haben sich in den letzten Jahren zahlreiche Theorien gebildet, die Mikes Tod erklären sollen.

Die meisten davon sind allerdings leicht zu widerlegen. Auf ein paar davon soll hier dennoch eingegangen werden, um Spekulationen vorzubeugen.

Bei den fehlenden Organen scheinen sich viele Leute direkt sicher zu sein, dass Mike von Organhändlern ermordet und seine Organe weiterverkauft wurden. Auch wenn diese Theorie auf den ersten Blick Sinn macht, ist es äußerst unwahrscheinlich, dass es sich wirklich so zugetragen hat. Damit man Organe transplantieren kann, muss der Spender hirntot sein – seine Organe müssten aber noch mit Sauerstoff versorgt werden, damit sie nicht unbrauchbar werden.

Mitten in einer abgelegenen Klippenlandschaft bei kochender Hitze, ohne intensivmedizinische Geräte, wäre es nahezu unmöglich, Organe so zu entnehmen, dass man sie anschließend noch nutzen kann. Dazu kommt, dass viele der Organe, die entnommen wurden, weder zum Transplantieren noch zum Verkauf geeignet wären.

Und wäre es wirklich so passiert, hätte man mit Sicherheit auch eine Todesursache feststellen können. Schnitte an seinem Körper gab es nur durch die Obduktion, was die Theorie eines Organhandels nahezu unmöglich macht. Was stattdessen mit seinen Organen passiert sein könnte, wird an späterer Stelle in diesem Artikel erläutert.

Eine weitere weit verbreitete Theorie ist die, dass ein Autofahrer Mike übersehen und angefahren hat. Mike sei in der Folge von dem schmalen Weg abgekommen und die Klippen hinuntergestürzt. Der platte Hinterreifen wäre bei dieser Theorie durch den Aufprall des Autos entstanden.

Der Autofahrer habe nach dem Unfall Panik bekommen und Fahrerflucht begangen. Aber auch diese Theorie ist durch die Fakten nicht haltbar: Mike wies keine Knochenbrüche auf, die man nach einem Autounfall oder spätestens nach einem Sturz aus 30 Metern hätte haben müssen. Dazu kommt die Tatsache, dass er unmöglich unter den Felsvorsprung hätte fallen können.

Auch ein Suizid wurde immer wieder in Betracht gezogen. Doch auch hier blieb die Frage offen, was letztendlich Mikes Todesursache war. Außerdem halten es seine Freunde und seine Familie für äußerst unwahrscheinlich, dass er sich das Leben nehmen wollte.

Mike war ein junger Mann voller Energie, mit Plänen für die Zukunft, einer Ausbildung bei Airbus und einer stabilen Beziehung. Es gab keinerlei Anzeichen für Depressionen oder Lebensüberdruss.

Der Vater hat mittlerweile eine ganz eigene Theorie zum Tod seines Sohnes – und diese klingt gar nicht mal so unwahrscheinlich. Der Tag von Mikes Verschwinden war ein extrem heißer Sommertag. Die Sonne knallte vom Himmel, und an den Klippen hatte man kaum eine Möglichkeit, ihr zu entkommen.

Schatten gab es dort oben kaum. Bernd kann sich vorstellen, dass sein Sohn seine Schuhe auszog, um sich etwas abzukühlen. Aber dadurch, dass ihm die Hitze so zu schaffen machte, wollte er vielleicht eine Abkürzung zum höchsten Punkt der Klippen nehmen.

Mike war ein talentierter und geübter Kletterer. Eventuell versuchte er zunächst, mit dem Fahrrad zu klettern, ließ es dann aber zurück, da ihn die Kräfte verließen. Völlig fertig durch die Hitze und die Anstrengung erlitt Mike einen Hitzeschlag und war dehydriert.

Um der Sonne einen Moment zu entkommen, könnte er sich in die Mulde unter dem Felsvorsprung gelegt haben, um dort eine Pause zu machen. Eventuell versuchte er dort sogar, Hilfe zu rufen, aber hatte keinen Empfang. Durch den Hitzeschlag und die Dehydrierung verstarb Mike letztendlich unter dem Felsvorsprung.

Seine Sachen könnten ihm nach seinem Tod gestohlen worden sein. So abgelegen, wie oft in Quellen geschrieben wurde, war der Ort nämlich nicht: Wie bereits erwähnt, gab es im Umkreis einige Felder. Bernd Mansholt berichtete, dass er selbst am Fundort gewesen sei.

Dort habe in der Nähe frisch gemähtes Gras zusammen mit einigen gepflückten Zwiebeln gelegen. Er habe daraufhin einen Bauern in der Nähe angesprochen, und dieser soll sich sehr seltsam verhalten haben. Seine Entdeckung gab er an die Polizei weiter – doch diese wertete das als wenig aussagekräftig.

Bargeld, ein Handy und eine teure Kamera könnten für die Bauern, die sich mit ihrem Geld kaum über Wasser halten können, ein verführerischer Fund sein. Vielleicht so verführerisch, dass sie nicht die Polizei alarmieren würden, damit ihr Diebstahl nicht auffällt. Aber natürlich könnte auch jeder Tourist oder sonst irgendeine Person die Sachen gestohlen haben.

Vielleicht hatte Mike diese auch bereits einige Meter zuvor fallen gelassen, und der Finder hatte dadurch gar nicht die Leiche bemerkt, sondern sich nur über den Fund gefreut.

Auch für die verschwundenen Organe lässt sich eine plausible Erklärung finden. Vermutlich wurden diese von den Gerichtsmedizinern auf Malta entnommen und nicht wieder zurückgelegt. Da Mikes Körper bereits verwest war, eigneten sie sich zwar nicht mehr für eine Organspende.

Doch um den Leichnam gründlich zu untersuchen, müssen teilweise auch die Organe entnommen werden. In Malta benötigt man für die Entnahme allerdings eine gesonderte Einverständniserklärung der Familienangehörigen. Die hatte Mikes Familie nie unterschrieben.

Um zu vertuschen, dass die Mediziner dennoch die Organe entnommen und nicht wieder zurückgelegt hatten, gaben sie an, Tiere hätten die Organe gefressen.

Ein Tod durch einen Hitzeschlag lässt sich bei einer Obduktion nur sehr schwer feststellen, weil es dafür keine eindeutigen Merkmale gibt. Dadurch, dass auch den Medizinern auf Malta die Todesursache unbekannt war, könnte man davon ausgehen, dass ein Hitzeschlag oder eine vergleichbare Ursache am wahrscheinlichsten ist. Man könnte also fast von einer plausiblen Theorie und einem großen Schritt in Richtung der Auflösung sprechen.

Aber warum nur fast?

Bernd Mansholt reiste selbst mehrfach nach Malta und versuchte durch diverse Anträge, die Ermittlungen im Todesfall seines Sohnes wieder ins Rollen zu bringen. Er hat nie aufgehört, daran zu glauben, dass die Wahrheit irgendwann doch noch ans Licht kommt. Und tatsächlich hatte er damit Erfolg: Eine Richterin auf Malta ordnete auf Weisung des Justizministeriums an, den Fall neu aufzurollen.

Ein neuer Zeuge hatte sich gemeldet und interessante Aussagen getätigt. Genaue Informationen zu dieser Aussage sind der Öffentlichkeit noch nicht bekannt. Aber Mikes Vater äußerte bei einem Interview, dass er nun eine Theorie über den Ablauf des 18.

Juli habe und sich ziemlich sicher sei, dass Mike an diesem Tag nicht allein unterwegs war. Mindestens eine weitere Person müsse laut ihm bei ihm gewesen sein.

Das wäre natürlich eine interessante Wendung in diesem Fall und würde die vermeintlich plausible Theorie, die zuvor aufgestellt wurde, über Bord werfen. Bislang gibt es jedoch keine weiteren Informationen. Das ist der aktuelle Ermittlungsstand.

Sollte es Neuigkeiten geben, wird sicherlich nachberichtet werden.

Der Fall Mike Mansholt ist einer jener Fälle, die einen nicht mehr loslassen. Ein junger Mann, voller Leben und Pläne, reist in den Urlaub und wird nie wieder gesehen. Sein Körper wird gefunden, aber die Umstände seines Todes bleiben ein Rätsel.

Die Organe fehlen, die Habseligkeiten sind verschwunden, die Behörden widersprechen sich. Und die einzigen Menschen, die wirklich wissen könnten, was an jenem 18. Juli 2016 geschah, schweigen – oder sind selbst nicht mehr am Leben.

Was bleibt, sind die Fragen einer Familie, die um Antworten kämpft. Was bleibt, ist die Hoffnung, dass die Wiederaufnahme des Verfahrens endlich Klarheit bringt. Was bleibt, ist die Erkenntnis, dass es im Mittelmeer, in der Nähe der malerischen Klippen von Malta, einen Ort gibt, an dem das Schicksal eines jungen Deutschen eine tragische Wendung nahm – und wo die Wahrheit noch immer darauf wartet, ans Licht zu kommen.

Die Familie von Mike Mansholt hat in all den Jahren nie aufgegeben. Sie haben gekämpft, recherchiert, immer wieder nachgehakt. Sie haben Belohnungen ausgesetzt und neue Zeugen aufgetrieben.

Sie haben sich gegen die Gleichgültigkeit von Behörden gestellt und sich nicht damit abgefunden, dass ein Leben so rätselhaft enden darf. Ihr Einsatz ist bemerkenswert – und er könnte am Ende der Schlüssel sein, um das Dunkel um Mikes Tod endlich zu lüften.

Die Ermittlungen in diesem Fall zeigen, wie wichtig es ist, dass Angehörige nicht locker lassen und dass internationale Zusammenarbeit in der Justiz ernst genommen wird. Denn nur so kann es gelingen, auch in einem scheinbar abgeschlossenen Fall noch neue Erkenntnisse zu gewinnen. Der Fall Mansholt ist ein Mahnmal für alle ungeklärten Todesfälle – und ein Beispiel dafür, wie viel Beharrlichkeit eine Familie aufbringen kann, wenn es um die Wahrheit für einen geliebten Menschen geht.

Bis heute bleibt die Frage offen, was Mike Mansholt in seinen letzten Stunden erlebt hat. Die Theorien sind zahlreich, aber keine ist vollständig wasserdicht. Ob es ein Hitzeschlag war, ein tragischer Unfall oder doch ein Verbrechen – all das ist ungewiss.

Sicher ist nur eines: Ein 17-jähriger Deutscher kam in den Sommerferien 2016 auf Malta ums Leben, und die Umstände seines Todes sind bis heute nicht restlos aufgeklärt. Seine Familie wartet weiter auf Antworten.