Mein Sohn stand in meiner Küche und sagte mir ins Gesicht: „Mama,die Wohnung hättest du sowieso mir vererbt. Ich habe sie mir nur früher genommen. Wo ist der Unterschied?“ Dabei lag auf dem Tisch…

Mein Sohn stand in meiner Küche und sagte mir ins Gesicht: „Mama,die Wohnung hättest du sowieso mir vererbt. Ich habe sie mir nur früher genommen. Wo ist der Unterschied?“ Dabei lag auf dem Tisch...

Mein Sohn hat die Eigentumswohnung meines verstorbenen Mannes verkauft – an einen Bekannten von sich, weit unter Wert. Er hatte eine Vollmacht von mir, die ich ihm angeblich beim Notar erteilt hatte. Nur war ich an dem Tag, an dem ich diese Vollmacht unterschrieben haben soll, gar nicht in Karlsruhe. Ich war zweihundert Kilometer entfernt bei meiner Schwester – und es gibt Menschen, die das bezeugen können.

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. Ich heiße Waltraut Simon, bin 72 Jahre alt und lebe in Karlsruhe in der Weststadt, in der Wohnung, in der mein Mann Georg und ich 38 Jahre lang gewohnt haben. Georg war Beamter bei der Stadtverwaltung, ein sparsamer, vorsichtiger Mann. Unser Leben lang haben wir jeden Monat etwas beiseitegelegt, und irgendwann, das muss 1996 gewesen sein, haben wir uns eine zweite Wohnung gekauft.

Eine kleine Zweizimmerwohnung in Mühlburg, als Kapitalanlage. Wir haben sie 28 Jahre lang vermietet. Die Mieteinnahmen waren unsere kleine Zusatzrente. Georg sagte immer: „Waltraut, das ist unser Polster.

Falls mal was ist​. ​“ Georg dachte immer voraus. . Wir waren 45 Jahre verheiratet, als Georg vor drei Jahren an Krebs starb.

Er hinterließ mir die Wohnung in der Weststadt und die vermietete Wohnung in Mühlburg. Ich war allein Erbin, sauber und klar im Testament geregelt. Die Mühlburger Wohnung war zu dem Zeitpunkt etwa 260. 000 Euro wert.

Sie war meine Sicherheit für das Alter. . Wir haben zwei Kinder. Dieter ist 48, hat Anteile an einem Autohaus, das nicht gut lief, und ist mit Petra verheiratet.

Sigrid, unsere Tochter, ist Lehrerin in Freiburg. Dieter war immer der Ehrgeizige. Er wollte immer mehr, als er hatte. Große Autos, große Pläne, große Worte–und immer wieder Geschäfte, die schiefgingen.

Georg hat ihm mehr als einmal aus der Klemme geholfen. Ich weiß von mindestens 30. 000 Euro, die Georg ihm über die Jahre gegeben hat, immer als Kredit deklariert, nie zurückgezahlt. Georg sagte einmal zu mir: „Weil er dann etwas Dummes macht.

Solange ich zahle, kann ich kontrollieren, wie tief er fällt​. ​“ Das war Georgs Fehler, glaube ich heute. Er hat Dieter vierzig Jahre lang beigebracht, dass am Ende immer jemand einspringt. .

Als Georg starb, dachte ich: Jetzt wird Dieter erwachsen. Ich habe mich geirrt. Er hat nur einen neuen gesucht, bei dem er einspringen lassen kann–und der neue war ich. Nur dass ich anders als Georg nicht freiwillig zahlte.

Also hat er sich genommen,was ich nicht gab. . Es begann etwa ein Jahr nach Georgs Tod. Dieter kam öfter vorbei, war fürsorglich auf seine Art.

Er fragte, wie es mir geht, ob die Wohnung in Mühlburg nicht zu viel Arbeit mache. „Mama, das mit der Mietwohnung, das ist doch Stress für dich​. ​“ Ich sagte, es mache mir keine Mühe, die Hausverwaltung kümmere sich um das meiste. Aber er sagte, so eine Immobilie sei auch ein Risiko.

„Ich könnte mich mal umhören, was die wert ist​. ​“ Ich habe damals nicht verstanden, worauf er hinaus wollte. Heute verstehe ich es. Er hat den Boden bereitet–und dann kam etwas dazwischen, das ihm in die Hände spielte.

. Meine Schwester Herta, die in der Nähe von Stuttgart wohnt, wurde schwer krank. Ich bin zu ihr gefahren, um sie zu pflegen–fast drei Wochen war ich bei ihr in ihrem Haus in Waiblingen, zweihundert Kilometer von Karlsruhe entfernt. In diesen drei Wochen, das erfuhr ich erst viel später, hat mein Sohn etwas getan, das ich ihm nie zugetraut hätte.

Als ich zurückkam, war alles wie immer. Dieter rief an, fragte nach Herta, war freundlich. Nichts deutete auf etwas hin–erst etwa vier Monate später fiel es auf, und wieder war es ein Zufall. .

Die Hausverwaltung der Mühlburger Wohnung schickte mir normalerweise jeden Monat eine Abrechnung über die Miete. Im Herbst kam keine mehr. Ich dachte, es sei ein Versehen, und rief an. Die Dame sagte: „Frau Simon, wir verwalten die Wohnung nicht mehr.

Sie wurde ja verkauft im Frühjahr​. ​“ Ich stand in meiner Küche mit dem Telefon in der Hand und verstand kein Wort. Verkauft? Meine Wohnung?

Ich habe nichts verkauft​. icon. Sie wurde verlegen: „Der Verkauf lief über ihren Sohn mit einer Vollmacht von ihnen. Es war alles korrekt, notariell beglaubigt​.

​“ Eine Vollmacht von mir–ich habe an diesem Tag zum ersten Mal gespürt, wie sich der Boden unter einem alten Menschen auftun kann. Ich setzte mich hin, mein Herz schlug so, dass ich Angst hatte. Dann rief ich nicht Dieter an, ich rief Sigrid an, meine Tochter in Freiburg​. icon.

Sigrid war sofort hellwach. „Mama, sag Dieter kein Wort. Ich komme morgen. Wir gehen dem nach, aber ruhig​.

​“ Sie kam am nächsten Tag, und wir fingen an zu graben. . Über einen Grundbuchauszug fanden wir es heraus: Die Wohnung war im April verkauft worden an einen Herrn Krause–einem alten Geschäftspartner meines Sohnes aus der Autobranche. Der Kaufpreis: 175.

000 Euro. Die Wohnung war 260. 000 wert. Und der Verkauf war erfolgt über eine notarielle Vollmacht, die ich Dieter angeblich erteilt hatte.

Sigrid und ich fuhren zu dem Notar in Ettlingen–nicht meinem Notar–und verlangten eine Abschrift der Vollmacht,die ich unterschrieben haben sollte. Ich bekam sie. Eine Vorsorgevollmacht, mit der ich meinem Sohn das Recht erteilte, die Wohnung zu verkaufen. Alles unten meine Unterschrift.

Sie sah gut aus–nicht perfekt, aber gut. Und das Datum der Beurkundung: der 11. April. Mitten in den drei Wochen, in denen ich bei Herta in Waiblingen war.

Ich war an diesem Tag nicht in Karlsruhe, nicht in Ettlingen. Ich war zweihundert Kilometer entfernt bei meiner kranken Schwester. Sigrid sah mich an und sagte leise: „Mama, du warst nicht hier​. ​“ „Nein“, sagte ich, „ich war bei Herta.

Kannst du das beweisen? “ Da fing ich an nachzudenken,und ich merkte, dass ich es beweisen konnte. Sogar sehr gut denn in diesen drei Wochen war ich nicht untätig gewesen. Ich hatte Herta zu Arzterminen gefahren, hatte Medikamente für sie geholt, war mit ihr beim Hausarzt gewesen, der mich als Begleitperson notiert hatte.

Ich hatte mit meiner eigenen Karte eingekauft, getankt, war zum Friseur gegangen. Sigrid und ich haben den ganzen April rekonstruiert, Tag für Tag. Ich hatte noch meine Kontoauszüge–und darauf stand alles: Am 10. April eine Tankstelle in Waiblingen, am 11.

April ein Supermarkt in Waiblingen, am ‌12. April eine Apotheke, wo ich Hertas Medikamente geholt hatte. Und der ‌11. April, der entscheidende Tag, war der beste von allen: An dem Tag hatte ich Herta zu einer Untersuchung ins Krankenhaus nach Stuttgart gefahren.

Sie hatte solche Angst, ich hatte den ganzen Vormittag bei ihr im Wartebereich gesessen und ihre Hand gehalten. Sigrid rief im Krankenhaus an und fragte, ob Begleitpersonen registriert würden–sie wurden es, seit der Pandemie, mit Namen, Ausweisnummer und Uhrzeit. Wir baten um eine Bestätigung. Sie kam eine Woche später: ein offizielles Schreiben des Klinikums.

„Waltraut Simon, registriert als Begleitperson am 11. April, Empfang um 10:30 Uhr. “ Die Vollmacht war laut Urkunde um 11 Uhr in Ettlingen beurkundet worden. Um 10:30 Uhr in Stuttgart am Krankenhausempfang.

Um 11 Uhr angeblich bei einem Notar in Ettlingen. Kilometer dazwischen. Es war unmöglich, vollkommen unmöglich. Kein Mensch fährt in 30 Minuten von Stuttgart nach Ettlingen.

Kein Mensch ist an zwei Orten gleichzeitig. Sigrid legte die beiden Papiere nebeneinander auf den Tisch,die Vollmacht und die Krankenhausbestätigung,und sagte: „Mama, das hier ist wasserdicht. Eine Uhrzeit gegen eine Uhrzeit–und die Uhrzeit lügt nicht​. ​“

Wir gingen zu einer Anwältin, Frau Dr.

Bauer, Fachanwältin für Erb und Immobilienrecht. Sie sah sich die Vollmacht an, die Nachweise,den Grundbuchauszug und den Kaufvertrag. Dann sagte sie etwas, das mir das erste Mal seit Wochen wieder Boden unter die Füße gab: „Frau Simon, wenn diese Vollmacht gefälscht ist–und danach sieht es sehr stark aus–dann ist sie von Anfang an nichtig. Und wenn die Vollmacht nichtig ist, konnte ihr Sohn gar nicht über die Wohnung verfügen.

Und wenn er nicht verfügen konnte, ist auch der Verkauf an Herrn Krause unwirksam. “ Ich fragte: „Was heißt das? “ Sie sagte: „Das heißt, die Wohnung gehört immer noch Ihnen. Sie hat nie aufgehört, ihnen zu gehören.

Auf dem Papier steht Herr Krause im Grundbuch, aber das lässt sich rückabwickeln, weil der Grundlage die Wirksamkeit fehlt. Und dann bekommt Herr Krause seinen Kaufpreis zurück–von dem, der ihn bekommen hat. “ Sie sah in die Unterlagen: „Der Kaufpreis wurde ausgezahlt an den Vollmachtnehmer–an ihren Sohn. “ Ich saß da und begriff langsam die ganze Konstruktion.

Dieter hatte meine Wohnung für 175. 000 an einen Bekannten verkauft, das Geld kassiert. Wenn der Verkauf rückabgewickelt wurde, bekam ich meine Wohnung zurück–aber Herr Krause wollte seine 175 000 Euro wieder haben,und die mußte ihm zurückzahlen, wer sie bekommen hatte. Mein Sohn, der das Geld längst ausgegeben hatte–in seinem Autohaus, in seinen Schulden.

Frau Dr. Bauer fragte mich: „Wollen Sie Strafanzeige erstatten? Das hier ist Urkundenfälschung und Betrug–ihr Sohn müßte mit erheblichen Strafe rechnen. “ Ich sagte: „Nein, ich erstatte keine Strafanzeige.

Ich will nur meine Wohnung zurück. “ Frau Dr. Bauer sah mich an: „Das ist Ihr gutes Recht. Aber auch ohne Strafanzeige kommt ihr Sohn nicht ungeschoren davon.

Denn wenn wir den Verkauf rückabwickeln, wird Herr Krause sein Geld zivilrechtlich von ihm zurückfordern–und das wird passieren, ob Sie wollen oder nicht. “ Da verstand ich, dass ich gar nichts tun mußte, um meinen Sohn zur Rechenschaft zu ziehen. Ich musste nur mein Eigentum zurückholen. Der Rest ergab sich von selbst–wie eine Kette, die man nicht mehr aufhalten kann, wenn man das erste Glied bewegt​.

icon. . Wir haben die Rückabwicklung eingeleitet. Es dauerte fast ein Jahr, aber es war unaufhaltsam, weil der Beweis so eindeutig war.

Eine Frau kann nicht gleichzeitig in Stuttgart und in Ettlingen sein–bevor es soweit war, habe ich Dieter ein einziges Mal zur Rede gestellt. Ich ließ ihn zu mir kommen, allein; Sigrid war im Nebenzimmer. Ich legte ihm die Vollmacht hin und daneben die Bestätigung des Stuttgarter Krankenhauses vom 11. April, 10:30 Uhr.

Ich sagte nur: „Erklär mir das. “ Er nahm die Papiere, sah sie an–und ich beobachtete, wie ihm klar wurde,was er da vor sich hatte. Er wurde erst rot, dann blass. Dann fing er an zu reden, wie sie alle reden.

Es sei kompliziert gewesen, er habe unter Druck gestanden, das Autohaus, die Schulden. Er habe es zurückzahlen wollen,bevor ich es merke. Er habe mich schützen wollen vor dem Stress. Ich ließ ihn reden,bis ihm die Ausreden ausgingen–das dauerte eine Weile, denn Dieter hatte immer viele Ausreden.

Dann sagte er etwas, das mich fast umgeworfen hätte: „Mama, die Wohnung hättest du sowieso mir vererbt. Ich habe sie mir nur früher genommen. Wo ist der Unterschied? “ Ich habe ihn angesehen–meinen Sohn, 48 Jahre alt–und verstanden, dass in seinem Kopf mein Eigentum schon immer sein Eigentum war.

Ich war nur eine Zwischenstation, eine alte Frau,die auf seinem Erbe saß und es nicht schnell genug hergab. Ich sagte: „Der Unterschied, Dieter, ist, dass ich noch lebe. Und solange ich lebe, gehört mir, was mir gehört–nicht dir. Du hast meine Unterschrift gefälscht und die Wohnung deines Vaters verkauft, während ich deine kranke Tante gepflegt habe.

Und jetzt sitzt du hier und sagst mir, das sei doch alles dasselbe? “ Er sagte: „Mama, wenn du das rückabwickelst, bin ich ruiniert. Krause will sein Geld–ich habe es nicht mehr. Ich verliere alles: das Autohaus, das Haus, alles.

“ Und ich habe ihm geantwortet, und ich habe dabei an Georg gedacht, der diesem Jungen sein Leben lang aus der Klemme geholfen hat: „Dieter, ich wickle es nicht rück, um dich zu ruinieren. Ich wickle es rück, weil es meine Wohnung ist. Was danach zwischen dir und Herrn Krause passiert, das habt ihr beide zu verantworten–nicht ich. “ Er stand auf,und für einen Moment dachte ich, er würde wütend werden, schreien.

Aber er tat etwas Schlimmeres. Er sah mich an und sagte: „Papa hätte das nie gemacht. Papa hätte mir geholfen. “ Da,wurde ich zum ersten Mal in diesem ganzen Gespräch laut: „Ja, Dieter, Papa hätte dir geholfen.

Papa hat dir dein Leben lang geholfen. Und genau deshalb sitzt du heute hier und hast die Wohnung deiner Mutter gefälscht und findest nichts dabei, weil dir immer jemand geholfen hat. Ich helfe dir nicht–und das ist das Beste, was ich für dich tun kann. “ Er ist gegangen,ohne noch ein Wort zu sagen.

. Das ist jetzt Monate her. Die Wohnung in Mühlburg gehört wieder mir–sie steht wieder auf meinem Namen im Grundbuch,ist wieder vermietet an eine nette junge Familie, und jeden Monat kommt die Miete,meine kleine Zusatzrente–so wie Georg es sich gedacht hat. Herr Krause hat meinen Sohn auf Rückzahlung verklagt–175.

000 Euro,die Dieter längst ausgegeben hat. Er zahlt jetzt in Raten. Sein Autohausanteil ist weg, sein großes Auto ist weg. Er lebt jetzt so, wie er immer hätte leben sollen–in seinen Verhältnissen.

Ich habe ihm nicht geholfen. Zum ersten Mal in seinem Leben ist kein Vater und keine Mutter da,die einspringt. Sigrid sagt, das sei das Beste,was mir passieren konnte–und ich glaube, sie hat recht. Dieter und ich reden kaum.

Manchmal ruft er an,kurz,höflich. Er hat nie richtig um Verzeihung gebeten. Er ist immer noch der Meinung,im Grunde habe er nichts Schlimmes getan–er habe nur Pech gehabt,dass ich zufällig beweisen konnte,wo ich war. Das ist vielleicht das Traurigste an der ganzen Geschichte: nicht,dass er es getan hat,sondern dass er bis heute nicht versteht,was er getan hat.

. Mein Sohn hat geglaubt,er kann meine Abwesenheit ausnutzen. Er hat sich einen Tag ausgesucht,an dem ich weit weg war–und gedacht,eine alte Frau kann nach anderthalb Jahren nicht mehr nachweisen,wo sie an einem bestimmten Vormittag war. Aber wir hinterlassen Spuren,jeder von uns.

Ein Krankenhaus,das die Begleitperson notiert,eine Apotheke,ein Tankbeleg,ein Friseurtermin–ein ganzes Netz von kleinen Beweisen,dass wir gelebt haben an diesem Ort,an diesem Tag. Wenn Ihnen jemand einmal etwas anhängen will,das Sie nicht getan haben,verzweifeln Sie nicht. Setzen Sie sich hin und rekonstruieren Sie den Tag. Wo waren Sie?

Wer hat Sie gesehen? Was haben Sie gekauft? Die Wahrheit hinterlässt Spuren. Die Lüge muß sie erst erfinden–und dabei macht sie Fehler.

Ich bin Waltraut Simon,72 Jahre alt. Einmal im Monat fahre ich mit der Straßenbahn nach Mühlburg und gehe an dem Haus vorbei,in dem meine Wohnung ist. Ich klingle nicht,ich störe die junge Familie nicht. Ich gehe nur vorbei und sehe hinauf zum zweiten Stock.

Georg hat diese Wohnung gekauft,dami ich im Alter versorgt bin. „Falls mal was ist“, hat er gesagt. Es ist etwas gewesen,Georg. Aber deine Wohnung steht noch.

Und sie gehört immer noch mir. .