Ich stand in dem Raum und konnte einfach nicht glauben, was ich da sah: Ein völlig normal wirkender Mann hatte in seiner Fleischerei eine Leiche zerteilt und die Teile in der Okertalsperre…

Ich stand in dem Raum und konnte einfach nicht glauben, was ich da sah: Ein völlig normal wirkender Mann hatte in seiner Fleischerei eine Leiche zerteilt und die Teile in der Okertalsperre...

Die Ermittler wussten, dass der Hund des vermissten Helmut H. in der Nähe von Kufstein herrenlos aufgefunden worden war – ein erster Hinweis, dass etwas Schreckliches passiert sein musste. Wochen später wird die Leiche des Mannes in seinem Schrebergarten gefunden. Helmut H.

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, ein 59-jähriger Mann aus Innsbruck, war massiv erschlagen worden – der Schädel war ihm mit einem Stein zertrümmert worden. Die Polizei hatte Spuren von Blut im Gartenhaus entdeckt, das mit Farbe übersprüht worden war. Ein Zeuge berichtete von einem Unbekannten, der bei Helmut gewohnt hatte. Anhand von Fotos und einer Personenverhandlung identifizierten die Ermittler den Verdächtigen: Agostino K.

, ein Italiener mit deutschen Wurzeln, der bereits in der Vergangenheit mit dem Gesetz in Konflikt geraten war. Doch der Mann war spurlos verschwunden. Die Spur führte die Ermittler schließlich über einen Anruf bei einer Bank in Südtirol nach München. Dort konnte Agostino K.

festgenommen werden. Er gestand, Helmut H. in einem Streit erschlagen zu haben. Vor Gericht behauptete er, das Opfer habe ihn sexuell belästigt – eine Schutzbehauptung, wie das Gericht feststellte.

Agostino K. wurde wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Er starb noch im Jahr seiner Verurteilung im Gefängnis. Ein anderer Fall, der in den Archiven der Polizei für Aufsehen sorgte, war der Mord an dem 7-jährigen Lars Bense in Halle-Neustadt im Januar 1981.

Der Junge war verschwunden, nachdem er ins Kinderkino gehen wollte. Die Morduntersuchungskommission wurde eingesetzt, und nach zwei Wochen fand ein Streckenwärter die Leiche des Jungen in einem Koffer an einem Bahndamm. Die Obduktion ergab, dass Lars sexuell missbraucht und anschließend mit stumpfer Gewalt auf den Kopf geschlagen sowie mit Messerstichen getötet worden war. In dem Koffer befanden sich Zeitungen mit Kreuzworträtseln, die mit einer auffälligen Handschrift ausgefüllt waren.

Hunderte Helfer sammelten daraufhin Schriftproben aus ganz Halle-Neustadt – über eine halbe Million wurden ausgewertet, doch der Täter blieb unentdeckt. Die Ermittler gaben nicht auf. Schließlich führte eine Schriftprobe einer Frau, die vorübergehend an der Ostsee arbeitete, zur entscheidenden Spur. Ihr Freund, der 17-jährige Matthias Siegler, wurde festgenommen und gestand die Tat – er hatte Lars unter dem Vorwand, ihm Himmel und Erde zu versprechen, in die Wohnung seiner Freundin gelockt, missbraucht und anschließend brutal getötet.

Siegler wurde zu lebenslanger Haft verurteilt. Nach der Wende wurde die Strafe auf zehn Jahre herabgesetzt. Er starb 2013 – auf den Tag genau am Jahrestag des Mordes. Ein weiterer Fall, der die Ermittler bis an ihre Grenzen forderte, war der Mord an Susanne F.

Die Frau wurde im April 2016 tot in einem Auto gefunden, das an einer Bushaltestelle liegen geblieben war. Zwei Personen hatten zuvor den Wagen verlassen – ein Ehepaar aus Höxter. Die Obduktion ergab, dass Susanne F. schwer misshandelt worden war: Sie hatte ein Schädeltrauma, Hämatome, war unterernährt und wies Fesselspuren auf.

Die Ermittler kamen auf die Spur von Angelika und Wilfried W. , die in der Vergangenheit bereits wegen schwerer Misshandlung verurteilt worden waren. Angelika W. legte ein umfassendes Geständnis ab: Sie und ihr Ex-Mann hatten über Kontaktanzeigen Frauen auf ihren Hof gelockt, sie dort gefangen gehalten, gefoltert und misshandelt.

Mindestens zwei Frauen starben. Eine von ihnen, Annika W. , wurde nach ihrem Tod zerstückelt und im Ofen verbrannt. Das Paar wurde 2018 zu langen Haftstrafen verurteilt.

Auch der Fall der verschwundenen Imane R. aus Flensburg sorgte für Aufsehen. Die junge Frau verschwand 2008 spurlos. Ihr Ehemann Christian gab an, sie habe ihn verlassen.

Die Ermittler hatten jedoch ein ungutes Bauchgefühl. Mit Hilfe von Leichenspürhunden durchsuchten sie den Kofferraum seines Autos – mit eindeutigem Ergebnis. Bei einer Durchsuchung des Grundstücks gestand Christian R. schließlich, seine Frau nach einem Streit erdrosselt und im Gewächshaus begraben zu haben, das er einst für sie gebaut hatte.

Er wurde zu neun Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt. Ein weiterer Fall begann mit einem politischen Mord in Bozen. Der Rechtspopulist Christian Waldner wurde 1997 in seinem Büro erschossen. Die Ermittlungen führten zu seinem engsten Vertrauten Peter Paul R.

, der für Waldner Rede- und Pressetexte geschrieben hatte – und von ihm erpressbar war, weil seine Promotion auf einem gefälschten Abitur basierte. Aussagen eines Zeugen und eine Waffe im Parteibüro brachten die Ermittler auf seine Spur. Peter Paul R. wurde zu 20 Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt.

In Salzgitter wurde 2014 ein Mann brutal in seiner Wohnung erstochen. Das Opfer, Markus R. , war mit einem Samuraischwert attackiert worden. Der Tatverdacht fiel schnell auf seinen Cousin Kenneth A.

, der nach den Philippinen geflohen war, wo er eine zweite Familie hatte. Erst neun Jahre später konnte er – dank eines deutschen Haftbefehls und internationaler Zusammenarbeit – festgenommen und nach Deutschland überführt werden. Er wurde wegen Totschlags zu neun Jahren Haft verurteilt. Ein besonders grausiger Fall war der Fund eines Torsos in der Okertalsperre.

Die Leiche wurde später als Yilmas T. identifiziert, ein Bordellbesitzer. Die Spur führte zu dem Fleischermeister Jens S. , der mit Yilmas ein Geschäft hatte und auf sein Geld wartete.

In einem Streit erschoss er ihn, zerteile die Leiche und versenkte sie im See. Die Untersuchung der Fleischerei ergab DNA-Spuren des Opfers. Jens S. wurde zu lebenslanger Haft verurteilt.

Doch später stellte sich heraus, dass sein Sohn Joel den tödlichen Stich versetzt hatte. Auch er wurde zu lebenslanger Haft verurteilt.