Der Boden war staubig, die Sonne knallte auf den Gemüseacker, und vor mir lagen die Lücken, die ich schon seit Tagen im Kopf hatte. Ich hielt die kleinen Tütchen in der Hand – Asia-Salate, die ich direkt ins Freiland säen wollte. Neben mir stand der Rechen, bereit, die Fläche zu lockern. Ich liebe diesen Moment, wenn man die Erde vorbereitet, eine Rille zieht und das Saatgut hineinlegt.

Eine kleine Geste, aber sie entscheidet darüber, ob wir im Herbst ernten können oder nicht. Also machte ich mich an die Arbeit. Der Boden war trocken, fast zu trocken, aber ich wusste, dass die Saat Feuchtigkeit brauchte. Wir gossen gründlich an, denn die Samen müssen keimen, und ohne Wasser geht da nichts.
Ich habe mir angewöhnt, morgens zu gießen, nicht abends. Die Schnecken sind nachts unterwegs, und morgens hat das Wasser Zeit, in den Boden zu sickern. Vielleicht ist es ein kleiner Unterschied, aber im Garten machen die kleinen Dinge den großen Unterschied. Ich erinnerte mich an die vielen Fragen, die mir zuletzt gestellt wurden.
Pflanzknoblauch für den Herbst ist jetzt erhältlich, alle vier Sorten. Aber die Wintersteckzwiebel, die gibt es erst im Oktober. Ich musste schmunzeln, weil ich wusste, dass die Leute genau auf diese Termine warten. Nach der Aussaat ging ich weiter in den großen Gemüsegarten.
Dort war es üppig und voll, aber ich hatte noch eine leere Reihe entdeckt. Zwiebeln hatten dort gestanden, geerntet und in die Scheune gebracht. Jetzt war Platz für Neues. Ich lockerte den Boden, hackte und bereitete alles vor.
Dann holte ich die bunten Salate, die ich im August vorgezogen hatte. Sie waren kräftig, vital und bereit, in die Erde zu kommen. Beim Pflanzen achtete ich darauf, sie nicht zu tief zu setzen. Mit den Fingern formte ich um jede Pflanze einen kleinen Gießring, damit das Wasser genau dort ankommt, wo es gebraucht wird.
Es ist ein einfacher Trick, aber er verhindert, dass das Wasser wegläuft und die Pflanzen vertrocknen. Ich mag diese Routine, diese Ruhe, wenn man die Hände in der Erde hat und die Pflanzen einpflanzt. Doch es gab noch mehr zu tun. Auch hier im Gemüsegarten war eine Lücke, wieder ein Beet, in dem Zwiebeln gestanden hatten.
Diesmal holte ich das Wurzelgemüse hervor – Eiszapfen, diese weißen länglichen Radieschen, und klassische Radieschen. Beide wachsen schnell und eignen sich perfekt als Snack oder für Salate. Ich zog eine Rille und säte sie direkt in die Erde. Es ist immer dasselbe Prinzip bei uns im Garten: Aus einem Problem wird eine Lösung.
Wenn Pflanzen ausfallen oder von Schnecken gefressen werden, nutzen wir einfach die Jungpflanzen, die übrig geblieben sind. So füllen wir die Lücken und haben am Ende volle Erntekörbchen statt Lücken im Beet. Während ich arbeitete, dachte ich an die Erntezeit, die gerade begonnen hatte. Jeden Tag koche ich Tomatensoße, mache Gemüse haltbar und ernte, was der Garten hergibt.
Es ist viel Arbeit, aber es macht Freude, das eigene Gemüse zu verarbeiten. Man spürt die Wertschätzung, wenn man sieht, was man selbst angebaut hat. Und es geht nicht um riesige Mengen, sondern darum, das anzubauen, was man selbst und die Familie gerne isst. Bevor ich abschloss, fiel mir der Pflanzknoblauch wieder ein.
Der Herbstknoblauch, den man jetzt pflanzen kann, wird im Sommer bei der Ernte größer als der vom Frühjahr. Und auch wenn ich sicherheitshalber im Frühjahr noch welchen setzen will – der Herbstknoblauch ist die bessere Wahl für dicke, kräftige Knollen. Am Ende des Tages sah der Garten wieder voll aus. Die Lücken waren gefüllt, die Salate standen in der Erde, das Wurzelgemüse war gesät, und der Knoblauch wartete nur noch auf seinen Platz.
Es war still, nur das leise Rascheln der Blätter war zu hören. Ich lehnte mich zurück und wusste: Es ist immer etwas zu tun, und genau das macht es aus.
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