Ich klopfte an die Tür meiner Schwester, weil sie nicht ans Handy ging – und die Tür schwang einfach auf. Drinnen fand ich sie entkleidet, blutüberströmt und mit einem Kissen auf dem Gesicht. Die…

Ich klopfte an die Tür meiner Schwester, weil sie nicht ans Handy ging – und die Tür schwang einfach auf. Drinnen fand ich sie entkleidet, blutüberströmt und mit einem Kissen auf dem Gesicht. Die...

Dary bog an diesem Mittag in die Germania Street ein, genau wie er es schon hunderte Male zuvor getan hatte. Seine Schwester Denise lebte hier seit über vierzig Jahren, und eigentlich hatten die beiden sich zum Mittagessen in der Stadt verabredet. Doch seit dem Vorabend hatte Dary nichts mehr von ihr gehört. Sie ging nicht ans Handy, und das war einfach nicht ihre Art.

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Also hatte er beschlossen, selbst bei ihr vorbeizufahren. Schon als er sich dem Grundstück näherte, wusste er, dass etwas nicht stimmte. Die Haustür stand einen Spalt offen. Er ging näher heran, um zu sehen, was da los war.

Dann klopfte er gegen die Tür, die prompt beiseite schwang. Dary trat ein und fand seine Schwester grausam ermordet in ihrem eigenen Haus. Er rief sofort die Polizei, und seine Stimme zitterte, als er dem Notruf meldete, dass seine Schwester möglicherweise ermordet worden war. Er beschrieb, was er sah – ihr Gesicht war bedeckt, sie war entkleidet, überall war Blut.

Sie hatte nicht reagiert, als er geschrien hatte. Das Bild, das sich zuerst Dary und dann den eintreffenden Beamten bot, war nichts für schwache Nerven. Denise Tenpenny war offenbar brutal ermordet worden. Rund um ihren Körper fanden sich zahlreiche dunkelrote Schmier- und Spritzspuren.

Dazu lagen jede Menge verschiedener Reinigungsmittel verstreut. Offenbar hatte jemand noch verzweifelt versucht, den Tatort zu reinigen, war dann aber nach einiger Zeit aufgeben haben. Neben der Leiche lagen ein verbogenes Küchenmesser und ein Teppichmesser. Die Ermittler konnten trotz des verwüsteten Tatorts schnell eine Blutspur ausfindig machen.

Sie führte vom Schlafzimmer zur Hintertür des Hauses, von dort durch den Hintergarten und das Gartentor hinaus. Das war wahrscheinlich die Fluchtrute des Täters. Verschiedene Wertgegenstände von Denise lagen gut sichtbar im Haus. Ihr Handy und ihr Laptop waren nicht angerührt worden.

Ihr Tablet lag blutverschmiert neben ihrem Körper. Was auch immer das Motiv des Täters gewesen sein mag – ein missglückter Einbruch war das nicht. Es ging dem Täter nicht um materielle Beute, sondern darum, Denise weh zu tun. Die Gerichtsmedizin stellte fest, dass Denise wahrscheinlich zwischen Mitternacht und sechs Uhr morgens ermordet worden war.

Sie hatte sich heftig gewehrt. Man fand Hautschuppen und Haarbüschel des Angreifers unter ihren Fingernägeln. Obwohl Messer neben ihr gelegen hatten, war sie damit wohl nicht verletzt worden. Stattdessen war sie durch schwere Gewalteinwirkung gegen den Kopf und schließlich durch Ersticken gestorben – wohl mit dem Kissen, das noch auf ihrem Gesicht gelegen hatte, als man sie fand.

Wie Dary angesichts der Situation schon befürchtet hatte, war sie zuvor tatsächlich missbraucht worden. Dary stand nach dem Fund seiner Schwester unter Schock. Nicht nur, weil der Anblick grausam gewesen war, sondern auch, weil er sich absolut nicht erklären konnte, wer seiner Schwester so etwas antun wollte. Denise war eine vorsichtige, alleinlebende Frau in ihren Sechzigern gewesen.

Sie hatte immer die Tür abgeschlossen. Selbst wenn sie gewusst hatte, dass Verwandte zu Besuch kommen würden, hätten diese sie anrufen müssen, um ihr zu sagen, dass sie vor der Tür standen. Denise musste von dem Täter überrascht worden sein. Dary wurde natürlich eingehend von der Polizei befragt, genau wie die weiteren engen Verwandten von Denise, insbesondere ihre Schwester und ihre Neffen.

Routinemäßig mussten alle DNA-Proben abgeben. Die Polizei vermutete, dass die Blutspur vom Schlafzimmer durch den Garten bis zum Tor den Fluchtweg des Täters markierte. Wenn man also die Person fand, zu der das Blut gehörte, hatte man den Mörder von Denise geschnappt. Doch es gab unter den Verwandten keinen Treffer.

Abgesehen davon hätte auch keiner von ihnen ein Motiv gehabt, sie umzubringen. Nachdem die Familie überprüft worden war, checkte die Polizei verurteilte Alttäter, die in der Nähe von Denise wohnten. Im Radius von einer halben Meile wurden drei Personen ausfindig gemacht. Keiner von ihnen kam als Verdächtiger in Frage.

Also musste die Polizei es anders versuchen. Man nahm den Abgleich in der Nachbarschaft von Denise auf, in der Hoffnung, den Täter zu finden oder wenigstens ein paar Personen als potenzielle Verdächtige streichen zu können. Mehr als eine Woche nach dem Mord landeten die Ermittler einen Treffer, mit dem sicherlich niemand gerechnet hätte. Am Mittag des 12.

Februar waren die Polizisten zurück in der Germania Street. An diesem Tag ging es für sie nicht zurück zu Denise’ Haus, dem Tatort, sondern zu der Adresse direkt gegenüber. Dort trafen sie eine Mutter und ihre beiden Söhne an. Die Zwillinge Hunter und Levi.

Die Jungs waren dreizehn Jahre alt. Schon vor ein paar Tagen waren die Beamten dort gewesen, um routinemäßig mit den Dreien zu sprechen und DNA-Proben zu nehmen. Wahrscheinlich hatten die Ermittler nicht damit gerechnet, so bald hierher zurückkehren zu müssen. Die beiden Polizisten baten die ganze Familie, mit zum Polizeirevier zu kommen.

Sowohl die beiden Jungs als auch Mutter Rebecca. Worum es ging, sagten die Ermittler nicht sofort. Es gehe um eine ganz normale Befragung, sagten sie, auch wenn sie längst wussten, dass das nicht stimmte. Vor allem Rebecca war sichtlich irritiert von der Situation.

Eigentlich hatten sich die drei gerade etwas zu essen bei einer Fastfoodkette geholt und wollten sich einen entspannten Nachmittag machen. Sie fragte die Polizisten, ob sie sich einen Anwalt besorgen müsse. Dass man von der Polizei mit aufs Revier genommen wurde, passierte schließlich nicht alle Tage. Die beiden Beamten machten nur vage Andeutungen.

Man würde alles auf der Wache erklären, sagten sie. Auf dem Polizeirevier wurden die drei erst einmal voneinander getrennt. Während Mutter Rebecca im Flur warten musste, wurden die Zwillinge Hunter und Levi jeweils in einen Verhörraum gesteckt. Spätestens da bemerkte Rebecca, dass die Sache hier ernst war.

Immer wieder fragte sie, was los sei und warum die Jungs befragt würden. Nun fragte sie nicht nur nach einem Anwalt, sondern bestand darauf, einen kommen zu lassen, bevor ihre Söhne irgendetwas machen oder sagen mussten. Allerdings konnte sie gar keinen Anwalt kontaktieren – die Beamten hatten ihr nämlich ihr Handy abgenommen. Also musste sie auf dem Flur warten, bis der Vater der Jungs kam, von dem sie getrennt lebte.

Man konnte gut verstehen, dass Rebecca in dieser Situation immer bestimmter und wütender wurde, denn die Polizei handelte die Sache wirklich denkbar schlecht. Auf Nachfrage wurde ihr gesagt, sie und ihre Söhne könnten das Polizeirevier jederzeit verlassen. Als sie sagte, gut, dann würde sie jetzt die Jungs einsammeln und gehen, gab der Polizist kleinlaut zu, dass das nicht ging. Dass sich Rebecca und ihre Söhne in einer Ausnahmesituation befanden, färbte nicht nur auf die drei ab, sondern auch auf die Polizisten.

Denn was keiner von ihnen wusste und nicht einmal ahnte: Man hatte nicht nur ein DNA-Match von einem der Zwillinge am Tatort gefunden, sondern auch eine Armbanduhr von einem der beiden Teenager direkt unter dem Leichnam von Denise Tenpenny. Das bedeutete, dass einer der Söhne von Rebecca ein brutaler Mörder war – im Alter von gerade einmal dreizehn Jahren. Die Polizisten versuchten unterdessen ihr Bestes, um Informationen aus Hunter und Levi herauszubekommen, obwohl kein Anwalt anwesend war. Die Jungs durften ihr Fastfood mit aufs Revier nehmen und während der Befragung essen.

So versuchte die Polizei, eine entspannte Atmosphäre heraufzubeschwören, damit den Zwillingen im Idealfall gar nicht klar wurde, dass sie gerade verhört wurden. Denn auch wenn man ein DNA-Match hatte, im Labor konnte kurzfristig nicht zweifelsfrei geklärt werden, von welchem Zwilling die Täter-DNA stammte – von Hunter oder von Levi. Zwischen Pommes und Chicken Wings versuchte die Polizei also nun herauszufinden, welcher der beiden Teenager zu so einem schweren Verbrechen fähig sein könnte. Auch wenn schnell ein Verdacht aufkam, denn Hunter war schon am Vortag viel gesprächiger gewesen als sein Zwillingsbruder, was sich auch jetzt wieder deutlich herausstellte.

Levi redete zwar auch viel, allerdings kreiste er in seinen Aussagen meistens um Kleinigkeiten, die er dutzendfach erklärte. So als wolle er sichergehen, dass die Polizei auch ganz genau verstand, dass eventuelle Auffälligkeiten bei ihm natürlich nichts mit dem Mord an Denise zu tun hätten. So ging es etwa um Kratzer, die Levi im Gesicht hatte. Auch ihm musste klar sein, dass das den Beamten auffiel, zumal Denise sich ja heftig gegen ihren Angreifer gewehrt hatte und sogar Hautschuppen unter ihren Fingernägeln gefunden worden waren.

Ein zerkratztes Gesicht war natürlich ein eindeutiges Alarmsignal. Allerdings hatte Levi direkt eine Ausrede parat, die zufälligerweise auch noch genau zu dem Zeitfenster passte, in dem Denise vermutlich ermordet worden war – nämlich in der Nacht vom 1. auf den 2. Februar zwischen null und sechs Uhr.

Genau da war Levi nämlich unsanft von seiner Katze geweckt worden, erzählte er. „Ich weiß nicht, so um halb drei in der Früh“, sagte er. „Ja, halb drei oder zwei, ich bin mir nicht sicher, in dem Zeitraum. Meine Katze hat mich irgendwie geweckt, mit dem ganzen Fell, hat sich auf meinen Hals gesetzt und angefangen, mir ins Gesicht zu kratzen.

Zuerst hat sie an meinen Armen gekratzt, ich habe versucht, sie von mir runterzubekommen, ich wusste nicht, was los war, und dann habe ich einfach so ungefähr drei Stunden oder eine lange Zeit damit verbracht, mich wieder zusammenzuflicken. “

Levi schilderte weiter, er habe den gesamten frühen Morgen damit verbracht, zu duschen und seine Kratzer zu verarzten. Nach etwa drei Stunden habe er vor Erschöpfung und Verzweiflung zu weinen begonnen. Seine Mutter sei davon aufgewacht.

Tatsächlich war sie dann mit ihrem Sohn zum Krankenhaus gefahren. In dem Punkt hatte Levi nämlich wirklich nicht übertrieben – die Kratzer waren ziemlich heftig gewesen, einzelne hatten sogar genäht werden müssen. Schon Tage vor diesem Verhör hatte Mutter Rebecca das im Prinzip genauso erzählt, dass ihr Sohn Levi nach der Katzenattacke aufgewühlt gewesen sei und dass dann auch noch im Haus gegenüber so viel Trubel geherrscht habe, weil Denise dort tot aufgefunden worden war. Damit Levi in seiner labilen Situation nicht in der Nähe des Tatorts sein musste, hatte sie ihn zum Vater der Jungs gebracht, wo er ein paar Tage ausspannen sollte.

Damit hatte sie ihrem Sohn als Täter unwissentlich in die Karten gespielt, denn als die Polizei die erste Runde durch die Nachbarschaft gemacht hatte, war Levi nicht da gewesen. Im Laufe des Verhörs wurden die Ermittler immer sicherer, dass er der Täter war. „Also, ich bin mir nicht sicher“, sagte Levi immer wieder, doch die Beamten ließen nicht locker. Während Levi noch immer nichts davon wusste, erfuhren sein Bruder Hunter und seine Mutter Rebecca und sein Vater bereits, dass der Dreizehnjährige ein Mörder war.

Während Levi erst einmal nur mit seinen Blutspuren konfrontiert wurde, zeigte man Hunter schon die Armbanduhr, die man bei Denise’ Leiche gefunden hatte. Hunter identifizierte sie sofort als die Armbanduhr seines Zwillingsbruders, und da wurde ihm klar, was das bedeutete – dass sein Bruder tatsächlich ein Mörder war. Zuerst reagierte er wütend und ungläubig. Er versuchte sogar, Levi in Schutz zu nehmen, und beteuerte, dass Levi niemals so etwas tun würde.

Doch nach und nach wurde ihm klar, dass die Sache eindeutig war. Auch die Eltern wurden auf dem Flur des Polizeibüros über den Fund von Levis Armbanduhr bei der Leiche informiert. Noch vor Ort brachen sowohl Hunter als auch Mutter Rebecca zusammen. Auch wenn Levi noch nicht gestanden hatte, der Fall war mehr als klar – aber das Motiv noch nicht.

Noch am selben Tag wurde das Haus der Familie durchsucht. Außerdem wurde das Handy von Levi beschlagnahmt. In seinen Chatverläufen und Social-Media-Historien fanden sich zahlreiche Kommentare, die mehr als nur Warnzeichen waren. Im September 2024 hatte er jemandem geschrieben: „Ich habe kaum Empathie wegen meiner Kindheit.

“ Er glaubte, an einer Persönlichkeitsstörung zu leiden. Wie er einem User in einem TikTok-Kommentar erklärte, habe er herausgefunden, dass es ein starkes Anzeichen für Persönlichkeitsstörungen sei, wenn man in der Kindheit Tieren weh tue – was er andauernd gemacht habe. Im November schrieb er: „Ich habe schon mal selbst Tiere mit einem Messer umgebracht. Du hast recht.

Ich könnte wahrscheinlich keiner Fliege etwas zuleide tun. Die sind zu schnell für mich. “

Neben Suchanfragen zum Thema Sadismus und Persönlichkeitsstörung fiel vor allem auf, dass er ausgerechnet am Tag der Ermordung von Denise nach dem Polizeidepartement seiner Heimatstadt Fairfax gegoogelt hatte. Zudem fanden sich auf dem Handy dutzende Screenshots und Bilder von Zeitungsausschnitten und Porträtaufnahmen von echten und fiktionalen Serienmördern, zum Beispiel Patrick Bateman aus American Psycho oder Dexter aus der gleichnamigen Serie.

Die Polizei vermutete, dass das für Levi Vorbilder waren. Er hatte sich auch intensiv mit Serientätern wie dem BTK-Killer oder Ted Bundy beschäftigt. Für die Ermittler sah es aus, als habe Levi sich in deren zweifelhafte Riege einreihen wollen. Der Dreizehnjährige fuhr an diesem Tag nicht mehr nach Hause.

Stattdessen saß er ab dem 12. Februar im Hamilton County Youth Center und wartete dort auf seinen Prozess. Seine Anwälte versuchten, ihn herauszuboxen. Das heißt, der Teenager litt an Zerebralparese, einer Bewegungs- und Haltungsstörung mit sehr individuellen Ausprägungen.

Den Anwälten zufolge seien seine Symptome so ausgeprägt gewesen, dass es besser sei, wenn er zu Hause auf den Prozess warten würde. Ein entsprechender Antrag wurde jedoch abgelehnt. Stattdessen musste der Jugendliche seinen 14. Geburtstag hinter Gittern verbringen und dort auf die Gerichtsverhandlung gegen ihn warten.

Diese fand im November 2025 statt, etwa ein dreiviertel Jahr nach Denise’ Ermordung. Eine Staatsanwältin legte dar, wie Levi die Tat monatelang vorbereitet habe. Demnach habe er recherchiert, wie man jemanden erwürgen könne, das vermeintlich perfekte Opfer finden und mit einer Schwerstraftat davonkommen könne. Zudem habe er versucht, über ChatGPT herauszufinden, wie er unbeschadet durch ein Polizeiverhör kommen könnte.

Nach der Tat soll er online geschrieben haben: „Diese hier war eine Kämpferin“, wohl bezogen auf Denise, die sich heftig gegen seine Gewalt gewehrt hatte. Am Abend, nachdem seine DNA-Probe genommen worden war, schrieb er außerdem: „Ich glaube, ich wurde gerade erwischt. “

Wem Levi das geschrieben haben soll, wurde zunächst nicht bekannt gegeben. Es ließ sich anhand der Quellen aber so darstellen, dass Levi Online-Kontakt zu anderen Personen hatte, die von seinen Absichten oder sogar der Tat selbst wussten.

Zum Zeitpunkt des Prozesses wurde auch gegen diese Online-Kontakte ermittelt. Bislang gab es aber noch keine weiteren Updates dazu. Am 10. November gestand Levi vor Gericht den Mord an seiner Nachbarin Denise.

Da er zum Tatzeitpunkt erst dreizehn Jahre alt war, wurde der Fall nach Jugendstrafrecht verhandelt. Das bedeutete, dass Levi bis zum Zeitpunkt seiner Volljährigkeit in einer Einrichtung bleiben musste, also bis zu seinem 21. Geburtstag. Weiterhin musste er an einer sogenannten Victim-Awareness-Class teilnehmen und eine Verhaltenstherapie machen.

Außerdem wurde erwartet, dass er aus dem Gewahrsam heraus seine Highschool-Laufbahn weitermachte und abschloss. Die Familie von Denise hatte zu diesem Urteil eine Meinung, die man sicherlich nachvollziehen konnte. Sie fanden die Strafe viel zu harmlos für das, was Levi im Alter von gerade mal dreizehn Jahren angerichtet hatte. Auch hierzulande hatte es in letzter Zeit immer wieder Diskussionen rund um das Thema Strafmündigkeit von Kindern gegeben.

Der Unterschied in diesem Fall war, dass es juristisch im US-Bundesstaat Ohio durchaus Spielraum gegeben hätte, Levi härter zu bestrafen. Aufgrund seines Geständnisses wurden die Gegebenheiten für ihn aber gelockert. Die Frage blieb offen: Wie kann man mit solchen Verbrechen von jungen Personen umgehen, juristisch und ethisch sauber? Selbst wenn man sagte, man würde von Fall zu Fall abwägen, fanden sich hier durchaus Fallstricke.

Für Denise’ Familie gab es darauf keine einfache Antwort – nur die Gewissheit, dass ihre geliebte Schwester und Tante nie wieder zurückkommen würde.