UNFASSBARER GRAUSAMER SCHOCK! Was verbarg den ‘Ruhrpott-Mörder’ seit 20 Jahren – und welche düstere Wahrheit enthüllt DAS GEHEIMNIS IN DER KÜCHE des ruhigen Nachbarn?

UNFASSBARER GRAUSAMER SCHOCK! Was verbarg den 'Ruhrpott-Mörder' seit 20 Jahren – und welche düstere Wahrheit enthüllt DAS GEHEIMNIS IN DER KÜCHE des ruhigen Nachbarn?

Es ist der 2. Juli 1976, als Beamte der Duisburger Polizei an einer unscheinbaren Wohnungstür im dritten Stock eines Mehrfamilienhauses klopfen. Ein kleiner, unscheinbarer Mann öffnet, lässt die Beamten widerstandslos herein und löffelt währenddessen seelenruhig seine Suppe.

Die Szene, die sich den Beamten bietet, ist so unfassbar grausam, dass sie noch Jahrzehnte später Ermittler erschaudern lässt. Der Mann deutet auf einen Kochtopf auf dem Herd. Ein Beamter nimmt den Deckel ab und findet eine Gemüsesuppe mit Karotten, Kartoffeln und einer kleinen Kinderhand.

Im Kühlschrank entdecken die Einsatzkräfte den abgetrennten Schädel eines Kindes sowie weitere menschliche Überreste. Sie nehmen den Mann fest, ohne zu ahnen, welche Dimensionen an Widerwärtigkeit und Grausamkeit sie in den Vernehmungen erwarten wird. Es ist die Geschichte von Joachim Kroll, dem Kannibalen von Duisburg.

Joachim Kroll, 1933 in Oberschlesien geboren, wuchs mit seinen Eltern und acht Geschwistern im Ruhrgebiet auf. Mit einem IQ von 76 galt er als unterdurchschnittlich intelligent und entwicklungsgestört. Kaum jemand nahm ihn ernst, er wurde gehänselt und als Außenseiter abgestempelt.

Seine einzige Bezugsperson, die Mutter, starb 1955, als Kroll 21 Jahre alt war. Der frühere Hauptkommissar Bernd Jägers, der Kroll Ende der 1970er Jahre wochenlang vernahm, beschreibt ihn als zurückgezogenen Menschen ohne Freunde oder andere Beziehungen.

In der Nachbarschaft war Kroll als Onkel Achim bekannt, ein unauffälliger Typ, dem niemand solche Taten zugetraut hätte. Schon als Kind war er der Loser in der Familie, dem alles in die Schuhe geschoben wurde. Sein Vater verprügelte ihn regelmäßig für die Streiche der Geschwister.

Die Ermittler gewannen Krolls Vertrauen durch ungewöhnliche Methoden. Sie spielten Karten mit ihm in seiner Zelle, brachten ihm seine Lieblingsspeisen und kümmerten sich um ihn. Jägers betont, dass man auch einem Mörder das Gefühl geben müsse, nicht allein zu sein.

Kroll begann zu reden und sprach offen über seine sexuellen Vorlieben, die er zunächst mit Puppen auslebte. In den Vernehmungen gab er an, erst befriedigt zu werden, wenn seine Sexualpartnerin kaputt gehe. Dieses Kribbeln in der Brust war ein innerer Drang nach Befriedigung, eine regelrechte Mordlust.

Die Beamten erkannten erst nach und nach das wahre Ausmaß der Taten. Bei einem vertraulichen Gespräch gegen 20 oder 21 Uhr fragte Jägers beiläufig, ob es nicht noch ein anderes Mädchen gegeben habe. Kroll erwähnte daraufhin zwei weitere Morde in Duisburg, was die Ermittler völlig überraschte.

Das Problem für die Polizei war, dass es keine Zeugen gab. Kroll suchte sich abgelegene Tatorte in Wäldern, wo er stundenlang auf Opfer wartete. DNA-Analysen existierten noch nicht, es gab nur Faserspuren, Haare und Blutgruppenbestimmungen.

Heute, so Jägers, hätte man Kroll mit modernen Methoden sofort überführen können. Der ehemalige Ermittler zeigt mir die Tatorte am Rande Duisburgs. Hier, in den Rheinwiesen, spielte sich 17 Jahre zuvor die bizarre Rekonstruktion eines Mordes ab.

Kroll führte die Ermittler persönlich an den Ort, an dem er eine junge Frau niedergeschlagen und erwürgt hatte. Eine Kriminalbeamtin spielte das Opfer, während sich Fotografen und Kameraleute postierten. Es war eine Szene von surrealer Absurdität.

Der Rechtsanwalt André Miegel, in Duisburg geboren, erinnert sich an die Horrorgeschichten, die Kindern über den Menschenfresser von Duisburg erzählt wurden. Generationen von Duisburgern wuchsen mit dieser Legende auf, die bis heute in aller Munde ist.

Der Prozess gegen Joachim Kroll war ein riesiges Medienereignis. Journalisten aus dem ganzen Land strömten herbei, um den Serienmörder auf der Anklagebank abzulichten. Der Zuschauerraum war so überfüllt, dass nur ausgewählte Gäste mit Eintrittskarten Zutritt bekamen.

Die Berichterstattung beeinflusste den Strafprozess negativ, so Miegel. In der öffentlichen Meinung der 1970er Jahre war Kroll längst vorverurteilt. Viele forderten die Wiedereinführung der Todesstrafe, die in Deutschland nicht existiert.

Zwei Fragen blieben für mich offen: Wann wurde Kroll zum Menschenfresser und warum? Und wie überlistete er seine Opfer, er selbst war nur 1,60 Meter groß und schmächtig? Die Antworten suchte ich bei der Kriminalpsychologin Natalie Oesterlein.

Sie erklärt, dass kannibalistische Handlungen verschiedene Ursachen haben können. Psychosen, Extremsituationen wie Hungersnöte oder sexuelle Devianz können dazu führen. Bei Kroll handelt es sich um eine Steigerung eines abnormen sexuellen Verhaltens, die mit einer fehlenden sozialen Kompetenz einherging.

Kroll mordete im gesamten Ruhrgebiet und darüber hinaus, stets an abgelegenen Orten. Angeklagt war er für acht Morde und einen versuchten Mord, drei weitere konnten ihm zugeordnet werden. Den Ermittlern berichtete er von 20 bis 30 getöteten Menschen.

Die kannibalistische Tat ereignete sich bei seinem letzten Opfer, der vierjährigen Marion. Er zerteilte ihre Leiche, kochte Hände und Füße in einem Topf und biss hinein, um zu prüfen, ob das Fleisch gar war. Auf die Frage der Ermittler, warum er das getan habe, antwortete er: Ich wollte wissen, wie Menschenfleisch schmeckt.

Eine Schöffin aus dem Prozess erinnerte sich später an ihren Eindruck. Kroll habe so getan, als ob er ein Suppenhuhn koche. Ein Kribbeln lief ihr über den Hinterkopf, ein kalter Schauer den Rücken hinunter, so Furcht erregend war diese Gleichgültigkeit.

Nach seiner Verhaftung fanden die Beamten in Krolls Wohnung Obduktionsbilder, die die abgetrennten Körperteile zeigten. Der Kopf im Kühlschrank, die Überreste im Topf. Diese Bilder können wir aus Schutz für die Angehörigen nicht zeigen.

Am 8. April 1982 verkündete das Schwurgericht Duisburg das Urteil. Joachim Kroll wurde zu neun Mal lebenslänglicher Freiheitsstrafe verurteilt.

Der Prozess, der 2,5 Jahre dauerte, hatte den Opferfamilien die erhoffte Gewissheit gebracht.

Ob Kroll nun ein Menschenfresser war oder nicht, bleibt semantisch irrelevant. Er hat das Menschenfleisch probiert, aber nicht aufgegessen. Fakt ist: Er war Kinderschänder, Vergewaltiger und Serienmörder.

Seine Taten waren grausam genug, um alle Vorstellungskraft zu sprengen.

Im Jahr 1991 starb Joachim Kroll nach 15 Jahren Haft. Bis zu seinem Tod erhielt er nicht einen einzigen Besuch. Sein Leben endete, wie es verlief: einsam, vergessen und ohne menschliche Wärme.

Der Fall Kroll zeigt, wie ein Außenseiter über zwei Jahrzehnte hinweg unentdeckt morden konnte. Die fehlende DNA-Technik, das mangelnde Zeugenaufkommen und seine unauffällige Art ließen ihn immer wieder durch die Maschen der Ermittlungen schlüpfen.

Die Psychologin Oesterlein betont, dass Krolls sexuelle Präferenzstörung und sein völliges Fehlen sozialer Kompetenzen die Wurzeln des Übels waren. Seine kannibalistische Handlung war die letzte Steigerung einer langen Serie von Gewalttaten.

Die Beamten, die damals an der Wohnungstür klopften, ahnten nichts von den Dimensionen des Grauens. Sie fanden nicht nur einen Mörder, sondern einen Mann, der über zwanzig Jahre hinweg systematisch getötet hatte. Die Aufklärung dieses Falls bleibt ein Meilenstein der deutschen Kriminalgeschichte.

Die Angehörigen der Opfer mussten vor Gericht dem Serienmörder gegenüber treten, der ihnen ihre Liebsten genommen hatte. Das Urteil von 1982 gab ihnen die Gewissheit, dass dieser Mann nie wieder eine Chance haben würde, zu töten.

Joachim Kroll ist tot, aber sein Fall lebt weiter in den Schockwellen, die er durch die Gesellschaft jagte. Er bleibt ein Mahnmal dafür, wie ein Mensch jenseits aller menschlichen Normen agieren kann, und für die entsetzliche Wahrheit, dass das Böse manchmal im unscheinbaren Gewand daher kommt.