„Wir haben euch gefragt, welche Größe ihr für welches Gemüse braucht, und jetzt ist es Zeit für Klarheit“, sagte ich und stellte die erste Platte auf den Tisch. Die Aussaatsaison hatte gerade begonnen, und in unserem Anzuchtstudio stapelten sich die verschiedenen Multitopfplatten. Draußen war es noch kühl, aber hier drinnen, unter den Lampen, keimte bereits das erste Leben. Ich sah zu meiner Frau hinüber, die bereits die nächste Platte bereithielt.

Es war wieder diese Zeit des Jahres, in der sich alles um die richtige Vorbereitung drehte. Ich hob die größte Platte hoch, damit die Kamera sie gut erfassen konnte. Vierundzwanzig Förmchen, jede einzelne schön tief und geräumig. „Das ist unsere große Platte“, erklärte ich und drehte sie leicht hin und her, damit man die Größe gut erkennen konnte.
„Hier ziehen wir klassischerweise unseren Kohl vor. “ Ich ließ die Hand über die Förmchen gleiten. Brokkoli, Rosenkohl, Wirsing, Blumenkohl, Spitzkohl, Rotkohl – sie alle brauchten diesen Platz. Die Liste war lang, und ich musste kurz überlegen, ob ich nicht eine Sorte vergessen hatte.
Weißkohl natürlich auch, fügte ich hinzu. Die Kohlsorten waren anspruchsvoll, sie wollten Raum für ihre Wurzeln, und genau den bot diese Platte. „Aber nicht nur Kohl passt da rein“, fuhr ich fort. „Wenn ihr größeres Saatgut habt, also zum Beispiel Bohnen, dann könnt ihr die hier auch wunderbar vorziehen.
“ Ich nickte in Richtung der Platte. Mais ginge auch, obwohl wir das etwas anders handhabten. Kürbis, Zucchini, sogar Gurken – wenn man verschiedene Sorten hätte und sie nebeneinander ziehen wollte, wäre diese Platte eine gute Wahl. Auch Fruchtgemüse wie Tomaten oder Paprika könnte man hier vorziehen, aber wir machten das anders.
Wir nahmen dafür die einzelnen Töpfchen, aber dazu würde ich gleich noch kommen. Wichtig war: Diese große Platte gab einem Zeit. Viel mehr Erde bedeutete mehr Puffer, und das war im Gartenbau ein nicht zu unterschätzender Vorteil. Ich stellte die große Platte beiseite und griff nach der nächsten.
„Das ist unsere mittlere Platte, fünfunddreißig Pöttchen, fünf mal sieben“, sagte ich. Diese Größe war unser Arbeitstier. Sie eignete sich für so viele Kulturen, dass ich fast nicht wusste, wo ich anfangen sollte. Zwiebeln zum Beispiel, verschiedene Sorten, zogen wir gerne hier vor.
Nur die Gemüsezwiebel nicht, die war zu groß und kam in die großen Pöttchen. Mangold passte perfekt, Fenchel auch. Und dann waren da noch die Blumen. Bechermalve, Kosmeen, alle möglichen Blumen in dieser Kategorie – sie fühlten sich hier pudelwohl.
Ich lächelte bei dem Gedanken an die vielen Jungpflanzen, die man so im Garten verteilen konnte. Die Gemüsebeete würden im Sommer förmlich leuchten. Und dann war da natürlich der Salat. „Ihr kennt doch unsere monatliche bunte Salatplatte“, sagte ich grinsend.
„Das ist genau diese Platte hier. “ Die mittlere Größe war perfekt für verschiedene Blattsalate. Man konnte sich verschiedene Sorten aus dem Sortiment nehmen und eine richtig schöne, bunte Mischung zusammenstellen. Das sah nicht nur im Beet fantastisch aus, sondern später auch auf dem Teller.
Ein Fest für die Augen und den Gaumen. Ich legte die mittlere Platte zur Seite und nahm die kleinste in die Hand. Sechs mal neun, vierundfünfzig Pöttchen, und die waren wirklich nicht mehr besonders groß. „Hier kommt alles rein, was fein und zierlich ist“, erklärte ich.
Feldsalat ließ sich hier wunderbar vorziehen, aber auch Basilikum, sowohl der rote als auch der grüne. Kräuter überhaupt – Majoran, Oregano, Petersilie. Diese Kräuter, die man später einfach verpflanzen konnte, fühlten sich hier wohl. Dill passte auch, Bohnenkraut ebenso.
Die Auswahl war groß, und ich merkte, wie ich ins Schwärmen geriet. Auch feines Blumensaatgut wie Kamille konnte man hier prima aussäen. Wichtig war mir aber eine Sache: Diese Einteilung war nicht in Stein gemeißelt. „Das sind unsere Erfahrungswerte“, betonte ich und sah in die Kamera.
„Von klein nach groß funktioniert immer. Ich kann Basilikum problemlos in die großen Pöttchen setzen, das ist überhaupt kein Thema. “ Ich machte eine kurze Pause. „Aber andersrum wird es schwierig.
“ Kohl in diesen kleinen Pöttchen – das würde schnell schiefgehen. Die Förmchen wären einfach viel zu klein, die Pflanzen würden darunter leiden. Und genau hier lag der große Vorteil, wenn man die passende Größe wählte. Ich erklärte es mit ruhiger Stimme: „Wenn ich die richtige Platte habe, dann habe ich Flexibilität.
Ich kann schauen, wie das Wetter ist, ob ich gerade Zeit habe. “ Der Gartenbau war eng mit dem Wetter verbunden, und das konnte man nicht immer planen. Wenn die Pöttchen groß genug waren, dann war es kein Problem, die Pflanzen noch ein oder zwei Wochen länger stehen zu lassen. Viel länger wurde dann auch wieder schwierig, aber diese Zeit hatte man.
Und diese Dynamik, diese Flexibilität – die war beim Gärtnern unbezahlbar. Ich spürte, wie das Thema mich mitriss, und wechselte dann zu einem anderen Punkt, den uns einige von euch immer wieder gefragt hatten. „Warum arbeitet ihr nicht mit Anzuchtwürfelchen? “, wiederholte ich die Frage, die uns oft erreicht hatte.
Ich schüttelte leicht den Kopf. „Das haben wir ausprobiert, ehrlich. “ Die Presse, mit der man die Erde zu Würfeln zusammenpresste, war eine Weile bei uns gewesen. Aber sie war nicht mehr da.
Sie hatte sich für uns einfach nicht bewährt. Ich versuchte, die Gründe präzise zu erklären. Zum einen wurzelten die Pflanzen in den Töpfchen einfach besser. Bei den Würfeln hatten wir nicht die gleichen Ergebnisse gesehen.
Zum anderen war die Erde ein heikles Thema. Sie musste wirklich standardisiert sein. Wenn sie ein bisschen zu fein oder zu grobkörnig war, dann hielt alles nicht mehr richtig zusammen. Das machte das Arbeiten schwierig und unzuverlässig.
Ich verstand schon, dass diese Anpressmaschinen in der Großproduktion durchaus Sinn ergaben. Wenn man in einer großen Gärtnerei arbeitete, standardisiert, mit Pflanzmaschinen und Massenproduktion, dann konnte das sicherlich eine gute Lösung sein. Aber für uns, für unseren Betrieb, passte es einfach nicht. Ein weiterer Punkt war die Größe.
Ich deutete auf die Kohlpflanzen, die wir vorhin gesehen hatten. „Wenn ich meine Kohlpflanzen noch ein oder zwei Wochen länger in den Pöttchen stehen lassen kann, ohne Probleme zu bekommen, dann ist das ein riesiger Vorteil. “ Bei den Würfeln war das nicht so einfach möglich. Aber das waren unsere Erfahrungen.
Vielleicht hatten andere ja andere gemacht. Gärtnern war eben individuell, und jeder musste seinen eigenen Weg finden. Ich ging zu einem anderen Bereich über, der mir besonders am Herzen lag: das Upcycling. Ich hielt eine grüne Wanne hoch, in der früher Champignons gewesen waren.
„Die sammeln wir in der Familie“, sagte ich lächelnd. In dieser hier waren einmal Beeren gewesen. Und jetzt säten wir darin aus – Salat, Tomaten, Paprika, Kohl. Von hier aus wurde dann später pickiert.
Der Grund war einfach: Es sparte unheimlich viel Platz. Und gerade wenn man mit Leuchten arbeitete, war das auch eine Frage des Geldes. Weniger Fläche bedeutete weniger Energie, die man für die Beleuchtung brauchte. Man hätte natürlich auch direkt in den größeren Platten aussäen können, aber dann brauchte man eben mehr Platz.
So war es effizienter, und das gefiel mir. Kommen wir zu den viereckigen Töpfchen, sagte ich und griff nach einem. Die nahmen wir sehr gerne, vor allem für Fruchtgemüse, wenn es pickiert wurde. Tomaten, Chili, Paprika, Physalis, Auberginen – sie alle kamen nach dem Pikieren in so ein Töpfchen.
Dieses hier hatte die Maße acht mal acht mal achteinhalb Zentimeter, aber wir hatten auch welche, die waren neun mal neun mal neuneinhalb. Ich hielt kurz inne und erinnerte mich an die grauen Töpfchen. „Die haben wir damals vom David geschenkt bekommen, vom Galabauer“, sagte ich und lächelte. „Vielen Dank nochmal.
Die sind echt super. “ Es war eine nette Geste gewesen, und wir nutzten sie bis heute. Theoretisch konnte man das Fruchtgemüse auch in den großen Multitopfplatten machen, wenn man seine Sortenauswahl direkt parat hatte. Aber in den einzelnen Töpfchen war man aus zwei Gründen flexibler.
Zum einen waren sie größer, und Fruchtgemüse wuchs nun mal raumgreifend. Je nach Jahr unterschiedlich, klar, aber sie brauchten schon ein bisschen mehr Platz. Zum anderen konnte man sie leichter weitergeben. Wenn man eine Pflanze verschenken oder verkaufen wollte, mit einer Beschriftung versehen, dann war diese Variante natürlich viel einfacher.
Die Frage war dann: Wohin damit? Einzelne Töpfchen konnten ja schnell umfallen oder herumstehen. Ich griff nach einer der Wannen, die wir verwendeten. „Ich bin schwer begeistert von diesen Wannen“, gestand ich.
„Nicht nur für die Gärtnerei, auch sonst kann man die ganz gut verwenden. “ Sie waren schlicht praktisch. Man konnte viele Töpfchen nebeneinander hineinstellen. Wenn man goss, von unten oder von oben, dann verteilte sich das Wasser nicht überall.
Und man konnte die Wannen sehr einfach und stabil überall hintragen. Das machte das Arbeiten ungemein angenehmer. Ich merkte, dass wir schon einiges besprochen hatten, und dachte daran, dass ihr euch sicherlich fragtet, wo man das alles bekommen konnte. „Die ganzen Sachen, die wir euch heute vorgestellt haben, haben wir natürlich auch verlinkt“, sagte ich.
Das hatten wir schon lange gemacht. Auf unserer Internetseite, in der Navigation unter „Empfehlung“, gab es einen extra Unterpunkt. Der Bereich hieß „Jungpflanzenanzucht“. Dort fand man alles verlinkt.
Ich ermutigte euch, einmal vorbeizuschauen. „So ein bisschen was kann man sich schon zulegen, wenn man mit vernünftigem Equipment gärtnert“, sagte ich. „Auf diese Wannen würde ich auf jeden Fall nicht verzichten. “
Kommen wir zum Thema Anordnung, fuhr ich fort.
Auf wenig Platz viel Gemüse vorziehen – das war die Kunst. Ich bat euch, einen Blick auf unsere Anzuchtstation zu werfen. Wir hatten ein Regal, das ihr sicherlich schon kanntet, mit drei Etagen. Ich zeigte auf den oberen Boden.
„Wir haben eine Fläche von ungefähr einem Quadratmeter“, erklärte ich. „Und wir haben zweihundertfünfzig Watt Leuchten hier oben arrangiert. “ Mit Kabelbindern hatten wir sie einfach festgemacht. Kabelbinder waren super, ein einfaches und effektives Mittel.
Damit konnten wir den Quadratmeter ordentlich ausleuchten. Jetzt war die Frage: Wie viele Platten passten da eigentlich drauf? Ich nahm die blauen Schälchen zur Seite und machte Platz. „Das ist ein bisschen Tetris“, sagte ich grinsend und schob die Platten zurecht.
Von den Multitopfplatten mit den drei Größen, die wir uns eben angeschaut hatten – wie viele wohl? Ich zählte langsam: „Einmal, zweimal, dreimal, viermal, fünfmal. “ Fünf Platten, in den unterschiedlichsten Größen, passten auf diesen einen Quadratmeter, ausgeleuchtet mit zwei Leuchten. Das war eine super Geschichte.
Wenn man nur eine der fünfzig Watt Leuchten hatte, dann kam man auf zweieinhalb, vielleicht auch drei Platten, je nachdem, wie man sie arrangierte und ob man Reflektoren verwendete. „Das ist schon nicht schlecht, wie ich finde“, sagte ich zufrieden. Man konnte die Fläche effizient nutzen. Die Höhe der Leuchten ließ sich variieren, und dimmen konnte man sie auch noch.
Bei den Wannen mit den einzelnen Töpfchen war es ein bisschen weniger, da passten nur vier hin. Aber wenn ich mir überlegte, dass ich vier solcher Wannen voll mit verschiedenem Fruchtgemüse für meinen Hobbygarten hatte, dann war ich schon gut unterwegs. Der Vorteil war wirklich enorm. „Wenn man einmal in Licht investiert“, sagte ich, „dann hat man einfach sehr gesunde, sehr vitale Pflanzen.
“ Gerade wenn man früh anfangen wollte, Paprika für Saales oder ähnliches vorzuziehen. Mit dem richtigen Saatgut und dem richtigen Know-how konnte man euch optimal begleiten. Und am Ende hattet ihr richtig tolle Pflanzen. Ihr musstet keine Jungpflanzen kaufen, hattet eine riesige Sortenvielfalt.
Das war doch prima, oder? Ich wollte noch einen kleinen Praxistipp loswerden, der aus unserer Erfahrung stammte. „Wenn ihr euch eine Multitopfplatte besorgen möchtet, dann achtet auf die Maße“, warnte ich. Es gab zwei verschiedene Maße auf dem Markt.
Das eine war das deutsche Maß, das andere ein dänisches. Das dänische war ein bisschen schmaler und ein bisschen länger, und es war nicht kompatibel mit dem deutschen System. Deshalb sollte man unbedingt in der Produktbeschreibung nachschauen. Sonst hätte man am Ende ein gewürfeltes System, das nicht zusammenpasste.
Das wäre ärgerlich. Und dann gab es noch ein paar andere Dinge, die man für die Jungpflanzenanzucht gut gebrauchen konnte. Ein Pikierstäbchen zum Beispiel. Bei uns im Sortiment hatten wir zwei Varianten, je nach Geschmack.
Man konnte natürlich auch einen Stift oder eine Stricknadel nehmen. Aber wenn man über die Jahre viel gärtnerte, dann war ein richtiges, schönes Werkzeug einfach etwas Feines. Es funktionierte einfach gut und lag gut in der Hand. Für die Beschriftung war es wichtig, nicht irgendeinen Bleistift zu nehmen.
Normale Stifte verschwanden schnell, wenn das Wasser kam. Nein, man brauchte einen wasserfesten Bleistift. Unseren hier aus dem Gartengemüsekiosk konnte ich da nur empfehlen. Und dann hatten wir noch Jungpflanzenstecker für die Beschriftung.
Gerade wenn man verschiedene Sorten in einer Platte aussäte oder überhaupt, war die Beschriftung auf jeden Fall total wichtig. Sonst wusste man am Ende nicht mehr, was wo wuchs. Ich merkte, dass wir am Ende des Videos angekommen waren, und fasste die wichtigsten Punkte noch einmal zusammen. Die Wahl der richtigen Topfgröße war entscheidend für das Wachstum der Pflanzen.
Große Pöttchen für Kohl und andere Platzbraucher, mittlere für Zwiebeln, Salate und Blumen, kleine für feine Kräuter und zarte Pflänzchen. Und wenn man sich unsicher war, dann galt: lieber eine Nummer größer als zu klein. Die Flexibilität, die man dadurch gewann, war Gold wert. Ich sah in die Kamera und lächelte.
„Wenn euch das Video geholfen hat oder Spaß gemacht hat, dann gebt uns gerne einen Daumen nach oben“, sagte ich. „Und wenn ihr noch weitere Anzucht-Hacks habt, die ich jetzt gar nicht erzählt habe, dann schreibt sie bitte in die Kommentare unter das Video. “ Wir freuten uns immer über den Austausch mit euch. Vielleicht entdeckten wir ja noch den einen oder anderen Trick, den wir selbst nicht kannten.
„Wenn ihr Lust habt, könnt ihr noch ein bisschen weiterschauen“, fügte ich hinzu. Wir hatten kostenlose und unverbindliche Onlinekurse für euch, damit auch ihr buntes, gesundes, knackiges und leckeres Gemüse im Garten hattet. Die Kurse waren hier oben verlinkt, und hier unten gab es noch ein weiteres Gartenvideo für euch. Ich lächelte noch einmal in die Kamera.
„Also macht euren Garten bunt“, sagte ich zum Abschied. „Und bis zum nächsten Mal im Gartengemüsekiosk. “
Ich legte die letzte Platte beiseite und sah mich in unserem Anzuchtstudio um. Die Lampen summten leise, und unter ihnen keimten die ersten Pflanzen.
Die Saison hatte gerade erst begonnen, aber wir waren bereit. Mit den richtigen Töpfen, dem richtigen Wissen und einer Portion Geduld würde der Garten in diesem Jahr wunderschön werden. Die Vorfreude war schon jetzt riesig.
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